BayWa-Areal Startschuss für Stadtquartier ist gefallen

Ludwigsburg / Heidi Vogelhuber 11.09.2018

Am Montag wurde der Grundstein für das Projekt „BayWa-Areal Zwanzig Zwanzig“ in der Ludwigsburger Weststadt gelegt. Der Name bezieht sich auf die Fertigstellung des Quartiers, der Bau wird etwa 1,5 Jahre dauern. Ludwigsburgs Oberbürgermeister Werner Spec, Karl Strenger, der geschäftsführende Gesellschafter der Strenger-Gruppe, sowie dessen Tochter und Geschäftsleitungsmitglied Dr. Lis Hannemann-Strenger setzten traditionell den ersten Stein für das neue Stadtquartier in der Schönbeinstraße 37. Karl Strenger sprach in seiner Rede die Diskussion mit der Stadt Ludwigsburg an, die dem Baustart voraus ging. Bereits im Juli 2012 unterschrieb die Strenger-Gruppe den Kaufvertrag für das ehemalige BayWa-Areal, der Baubeginn erfolgte aber erst jetzt. Während die Stadtverwaltung nur Gewerbe ansiedeln wollte, plädierte die Strenger-Gruppe für Wohnungen (die BZ berichtete).

Wohnen und Arbeiten verbunden

Es wurde aber eine Einigung gefunden, sodass nun ein modernes Stadtquartier entstehen kann, das Wohnen und Arbeiten verbindet. „Qualität hat einen höheren Wert als Schnelligkeit“, sagte Ludwigsburgs OB Werner Spec in seiner Rede. Auch sprach er die modernen Arbeitsplätze in der Weststadt an, „die sich mit der Zukunft beschäftigen“. Die Weststadt befinde sich in einem Transformationsprozess, dazu passe auch das innovative Konzept des neuen Stadtquartiers, das vom Gewinner des ausgelobten Wettbewerbs, dem Stuttgarter Architekturbüro Von M., ausgearbeitet wurde. Das Architekturbüro trennt die Bereiche Gewerbe und Arbeit durch eine begrünte Lärmschutzwand. Die Gewerbefläche beträgt etwa 10 000 Quadratmeter. Der Wohnbereich umfasst rund 6800 Quadratmeter Fläche und unterteilt sich in fünf Baukörper mit insgesamt 109 Wohneinheiten. Der Wohnbereich grenzt an die Schönbeinstraße an. Die Strenger-Gruppe setzt dabei auf einen Mix aus verschiedenen Wohnformen. Es entstehen 71 Zwei- bis Vierzimmerwohnungen sowie 19 möblierte Businessapartments. Der jetzige Verkaufsstand liege bei über 50 Prozent berichtete Lis Hannemann-Strenger am Montag. Die zweite Verkaufsphase folge in Kürze. Neben der „stylischen Gestaltung“ beinhalte das moderne Stadtquartier viele Highlights, wie eine Packstation, eine E-Tankstelle für Autos, eine Radstation, ein Fitnessstudio sowie einen großen Quartiersplatz, so Hannemann-Strenger. „Wir wollen ein innovatives Stadtquartier schaffen“, ergänzte die Strenger-Tochter. Neben den modernen Elementen werde aber auch an die Historie des geschichtsträchtigen Areals gedacht.

Hochhaus erinnert an Siloturm

So wird es auf dem 1,7 Hektar großen Baugebiet auch ein zehngeschossiges Hochhaus geben, das an den ehemaligen 30 Meter hohen BayWa-Siloturm erinnern soll, der das Gesicht des Stadtteils weit sichtbar prägte. Der Turm wurde im Februar vergangenen Jahres durch die Strenger-Gruppe gesprengt. Im Foyer des Hochhauses wird die Geschichte des BayWa-Areals ausgestellt werden, berichtete Strenger.

„Die Wohnraumversorgung ist eines der drängendsten Themen, die bewerkstelligt werden müssen“, sagte Ludwigsburgs OB, und spielte damit auf die 20 Prozent der Wohnungen an, die auch im neuen Stadtquartier preislich vergünstigt angeboten werden müssen. Konkret sind das 18 Wohneinheiten, die durch die Firma Baustolz als Systembau realisiert werden.

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