Nach einer Klausurtagung diskutierte der Tammer Gemeinderat jetzt über die Investitionen und das Finanzprogramm bis zum Jahr 2023. Die Aufwertung des Wohngebiets „Hohenstange“ hatten beispielsweise die Mitglieder der Tammer SPD-Fraktion im Sinn. Sie forderten, 50 000 Euro für die Erneuerung der kleinen Grünanlage an der Ulmer und der Tübinger Straße in das Investitionsprogramm einzustellen sowie weitere 25 000 Euro für die Errichtung einer Sitz- und Spielgelegenheit am benachbarten Einkaufszentrum.

Bürgermeister Martin Bernhard plädierte dafür, zunächst eine Planung für ein Gesamtkonzept der Freiflächen-Umgestaltung auf der „Hohenstange“ zu erstellen und anschließend an die Realisierung zu gehen. Dennoch votierte eine Ratsmehrheit für die Sanierung besagter Grünanlage bereits im Jahr 2020. Die Spiel- und Sitzgelegenheit jedoch wollte die Mehrheit der Räte erst detailliert planen.

Der Neubau des Feuerwehrgerätehauses genießt bei den Mitgliedern der AWV-Fraktion hohe Priorität. Sie beantragten, dass der neue Standort für das Feuerwehrgerätehaus im Jahr 2021 feststehen müsse. Sollte sich der geplante Bau in der „Kirschenau“, wo sich die Grundstücksverhandlungen  mit den privaten Eigentümern in die Länge ziehen, 2020 nicht realisieren lassen, müsse die Verwaltung 2021 einen alternativen Standort für das Gerätehaus festlegen, machten die Mitglieder der AWV-Fraktion deutlich. 2021 sollten, nach ihren Wünschen, 290 000 Euro, ein Jahr später weitere 500 000 Euro und 2023 schließlich mindestens noch einmal 500 000 Euro für das neue Gerätehaus in das Finanzprogramm eingestellt werden.

Preislich am Limit

Doch die anderen Ratsmitglieder zögerten. „Der Standort in der Kirschenau hat für uns Priorität für das neue Feuerwehrgerätehaus, und dies sollten wir auch nach außen so kommunizieren“, betonte Adolf Bommer von der CDU. Alexander Maier von der SPD erwiderte, dass sich die Kommune beim Bau des Gerätehauses nicht ewig von den privaten Grundstückseigentümern ausbremsen lassen wolle. „Wir sind bei den Gründstücksverhandlungen schon ans Preislimit gegangen“, ergänzte Rathauschef Bernhard, ein Ergegbis liegt immer noch nicht vor. Schließlich stimmten alle Ratsmitglieder dafür, dass 2021 der Standort für das neue Gerätehaus der Feuerwehr feststehen solle, das Gebäude aber dringlich in der ‚Kirschenau‘ erstellt werden solle.

Der Antrag der AWV, Finanzmittel für die Installation von W-Lan an öffentlichen Plätzen vorzusehen, wurde in der Ratsrunde begrüßt. Bürgermeister Bernhard teilte mit, dass die Verwaltung bereits entsprechende Schritte eingeleitet habe, da auch öffentliche Fördergelder für dieses Projekt bei der Kommune eingegangen seien.

Für bessere Radwegeverbindungen machten sich die Grünen stark. Weiterhin wolltn sie eine Pedelec-Leihstation am Bahnhof einrichten. Bürgermeister Bernhard entgegnete, dass dies nur Sinn mache, wenn eine zweite Leihstation auf der „Hohenstange“ erstellt werde. Er will dies näher untersuchen lassen.

Der CDU-Antrag, für Tamm eine Partnerstadt in Frankreich zu suchen, fand ebenfalls einhellige Zustimmung. Mit knapper Mehrheit wurde dagegen der CDU-Antrag abgelehnt, die Finanzmittel von rund 45 000 Euro für die Möblierung des Ratssaals aus dem Investitionsprogramm zu nehmen.