Studentenprojekt Sportstätten barrierefreier gestalten

Ludwigsburg / bz 22.08.2018

Wie barrierefrei sind Ludwigsburgs Sportstätten wirklich? Dieser Frage ging Ramona Klenk nach, die im Rahmen ihres Studiums an der Hochschule für öffentliche Verwaltung und Finanzen Ludwigsburg ein Praktikum im städtischen Fachbereich Sport und Gesundheit absolvierte, schreibt die Stadt Ludwigsburg in einer Mitteilung. Insgesamt standen 109 Begehungen an: Gymnastikräume, Schwimmbäder, Bolzplätze, Tennisanlagen, Reitvereine, Skateanlagen, Schützenhäuser und Stadien hat die Studentin unter die Lupe genommen. Den größten Anteil machten dabei die 32 städtischen Sport- beziehungsweise Turnhallen aus.

Fragebogen ausgearbeitet

In Zusammenarbeit mit Bürgermedaillenträgerin Brigitte Seiferheld und Frieder Seiferheld von der Arbeitsgruppe „selbstbestimmt mobil“ erarbeitete Klenk einen Fragebogen explizit für Sportstätten, der die wichtigsten Kriterien für Barrierefreiheit erfasst. „Selbstbestimmt mobil“ hat bereits in der Vergangenheit einen Stadtführer für Menschen mit Gehbehinderung erstellt, der online zu finden ist.

Die Ergebnisse der umfangreichen Untersuchung: Es gibt viele positive Beispiele, also Sportstätten, bei denen behindertengerechte Zugangsmöglichkeiten, Parkplätze und Toiletten vorhanden sind. Es gibt aber auch noch Sportstätten – vor allem älteren Baudatums – die von vornherein als nicht rollstuhlgerecht einzuordnen sind, etwa wegen Treppen. Laut Mitteilung der Stadt spricht sich der Erste Bürgermeister Konrad Seigfried dafür aus, dies künftig zu verbessern.

Die Ergebnisse der Begehungen lassen sich über die Rubrik „Bewegungsräume“ auf der unten als zweites genannten Website abrufen. Durch einen Klick auf die einzelnen Sportstätten im Stadtplan und einen weiteren Klick auf „Informationen zur Barrierefreiheit“ werden Besucher der Homepage automatisch auf die dritte Internetseite weitergeleitet. „Wheelmap“ (Rollstuhlkarte) ist eine interaktive Karte, die weltweit öffentlich zugängliche Orte erfasst und die Rollstuhlgerechtigkeit mittels eines Ampelsystems bewertet. Auch Fotos der Gegebenheiten wurden eingespeist, sodass der Nutzer selbst ersehen kann, ob er an dieser Sportstätte zurecht kommen kann. Bürger sind eingeladen, die „Wheelmap“ selbständig und fortlaufend zu erweitern, damit rollstuhlgerechte Orte einfacher gefunden werden können, teilt die Stadtverwaltung mit.

www.wheelmap.org

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