Jens Heckermann alias "Pelvis" von der A-cappella-Gruppe "Füenf" freut sich über die neuen Möglichkeiten, die das Scala in Ludwigsburg nach seiner Neueröffnung bekannten Hausgästen bietet. Hier hatte er seinen ersten Auftritt vor zig Jahren. Die neue Gesangsanlage bestand am Samstagabend einmal mehr den Härtetest in verschiedenen Graden des Gesangsentertainments mit Bravour.

Etwa beim Auftritt von Spezialgast Anna-Maria Hefele, die als österreichische Obertonsängerin das Jodeln in diese Kunst gleich integrierte. Gestochen scharf und lupenrein eroberten die meditativ anmutenden Wellen des Obertongesangs das Scala, das Neugierige bis in die letzten Stuhlreihen hinein anzog. Heckermann hatte seinen Gästen einen Thron aufgebaut. Es duftete nach indischem Rauchwerk als Anna-Maria Hefele sang, wie man es kaum von einer Zweiten kennt. Am Ende ihrer Show griff sie mit Heckermann gemeinsam zum Mikrofon.

Pelvis strahlte ganz besonders an diesem Abend, hat er doch im Scala die Möglichkeit gefunden, einen persönlichen Lebenstraum auf Realisierbarkeit abzuklopfen. Das Publikum ist, wie so oft, das Zünglein an der Waage und soll über die Fortsetzung der neuen Reihe mitentscheiden. Die Show kommt an. Wie gut genau, ist schwer zu sagen.

Unterhaltung mit Profi- und Amateursängern, die sich Pelvis als Gäste ins Ludwigsburger Scala einlädt - eine Showreihe exklusiv für das Scala Ludwigsburg, das ist der Plan. Eine interaktive Show, in die die Zuschauer eingebunden werden und sich die Bühne mit Stargästen teilen können, wenn sie wollen. Egal, ob als Elvis-Double, im Elvis-Songcontest, als "coolster Newcomer der Welt", beim "Alles-Live-Karaoke" oder über eingesendete Youtube-Beiträge von schrägen und skurrilen Gesangsvideos.

Den Auftakt des Reigens bekannter Persönlichkeiten bildeten am Samstagabend Stargast Peter Freudenthaler von "Fools Garden" sowie die Kultband "The Good The Bad And The Ugly" alias Pelvis (Füenf), Micha Schulig (Die kleine Tierschau) und Rolf Kersting (Kultbassist bei "Voice of Germany", Peter Schilling).

Die schrulligen Western-Helden sollen als Dauerbrenner fungieren und gaben reichlich Kostproben ihrer rostigen Kunst. So schrill erklang "Daddy Cool" von Boney M. wohl noch nie, und so schräg "Rhythm is a Dancer" auch nicht.

Zur Besetzung gehörte außerdem die nicht weniger originelle Liveband mit Frank Dapper (Drum), Uwe Metzler (Gitarre) und Rolf Kersting (Bassist). Die zweite Kni-Kna-Knorke-Sängershow soll am 20. November im Scala stattfinden. Man darf gespannt sein oder mitmachen. Eines steht schon heute fest: Spontaneität bleibt Trumpf - auf entsprechenden Hupton wechselt die Band schon mal die Marschrichtung.

Ansonsten gehört die Bühne bei "Pelvis singt!" auch weiterhin in erster Linie den stimmstarken Kandidaten verschiedener Couleur.