Schwerpunkt See Regen sorgt für Gleichgewicht

Ob Touristen oder Ludwigsburger – eine entspannte Bootsfahrt auf dem Monrepos-See mit dem malerischen Seeschloss als Kulisse ist ein Vergnügen, das alle begeistert.
Ob Touristen oder Ludwigsburger – eine entspannte Bootsfahrt auf dem Monrepos-See mit dem malerischen Seeschloss als Kulisse ist ein Vergnügen, das alle begeistert. © Foto: Martin Kalb
Ludwigsburg / Heidi Vogelhuber 14.07.2018

Bei strahlendem Sonnenschein im Schatten der altehrwürdigen Bäume flanieren, sich ein Bötchen mieten und im See herumschippern oder den Enten und Fischen beim plantschen zuschauen. So nehmen die meisten Besucher den Ludwigsburger Monrepos wahr. Spaziergänger und auch Mitglieder des Golf- oder Sportfischervereins genießen die Schönheit des Sees und des dazugehörigen barocken Seeschlosses.

Aber dieses Idyll im Nordwesten Ludwigsburgs so gepflegt erscheinen zu lassen, erfordert auch einige Arbeit. Diese Arbeit verteilt sich auf zwei Schultern: die Stadt Ludwigsburg und den eigentlichen Eigentümer des gesamten Monrepos-Geländes, inklusive See, dem Herzog von Württemberg. Die Hofkammer ist die Vermögensverwaltung des Hauses Württemberg und „teilt sich mit der Stadt Know-how und Finanzen“, wie Bernd Rieger, der Geschäftsführer der Hofkammer erklärt. Das Privatgelände wird der Öffentlichkeit zur Verfügung gestellt.

Probleme in trockenen Sommern

Der kleine See hat allerdings gerade in trockenen Sommern große Probleme mit dem Sauerstoffgehalt. Neben dem Regen, gelangt Frischwasser über unterirdisches Grundwasser in den See, aber auch durch den Altachgraben aus Asperg und weiteren kleinen Zuläufen. Diese wurden jedoch durch Baumaßnahmen an der B27 stark zurückgedrängt, sagt Bernd Rieger.

„Der Monrepos verschlammt eigentlich nicht schnell“, sagt Rieger. Damit habe man nicht so große Probleme, aber trotzdem: Die vielen Bäume erscheinen zwar malerisch, aber es fallen Blätter ins Wasser, die zusätzlich den Gesundheitszustand des Sees verschlechtern und damit den Fischbestand gefährden.

Um dem entgegenzuwirken, wird der See alle fünf bis zehn Jahre vom Fischereiverein abgepumpt. „Das Wasser aus dem See wird in den Gründelbach geleitet, der in den Neckar mündet, und die Fische werden aufgefangen“, erklärt Rieger den Vorgang. Zumeist geschieht das gegen Ende des Jahres, im Oktober oder November. „Der Schlamm auf dem Grund gefriert dann über den Winter und kann trocknen. So muss er nicht abgesaugt werden“, sagt der Geschäftsführer der Hofkammer.

So oft wie möglich

Der See laufe dann wieder voll, je nach Menge des Niederschlags dauere das länger oder kürzer. Das werde so oft wie möglich durchgeführt, sagt Rieger, allerdings sei das natürlich sehr aufwendig und kostspielig.

Historische Hintergründe

Der Name Monrepos kommt aus dem Französischen und bedeutet „meine Ruhe/Erholung“. Bereits im 16. Jahrhundert jagten die Herzöge von Württemberg gerne in dem Gebiet.

Unter Herzog Carl Eugen wurde ab 1755 dann der rechteckige See mit den geraden Ufern geschaffen, der dem barocken Ideal entspricht.

1760 begannen die Bauarbeiten des barocken Lustschlosses unter Architekt Philippe de La Guêpière. hevo

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