Bilanz Volksbank: 80 000 Mitglieder

Karlheinz Unger, Vorstandsvorsitzender der Volksbank Ludwigsburg.
Karlheinz Unger, Vorstandsvorsitzender der Volksbank Ludwigsburg. © Foto: Volksbank
Ludwigsburg / bz 10.03.2018

Mit soliden wirtschaftlichen Ergebnissen und der gelungenen Neuausrichtung der Filialen hat die Volksbank Ludwigsburg 2017 einmal mehr gezeigt, dass sie nicht nur sicher, stabil und zuverlässig, sondern auch anhaltend erfolgreich ist“, sagte Vorstandsvorsitzender Karlheinz Unger am Freitag bei der Präsentation der Geschäftszahlen für das Jahr 2017.

Und die können sich trotz zunehmender Regulierung und anhaltender Niedrigzinsphase sehen lassen. Das Kreditgeschäft lag Ende 2017 mit 1,12 Milliarden Euro rund 4,5 Prozent oder 50 Millionen Euro über dem Vorjahr, das insgesamt betreute Kundenkreditvolumen stieg damit auf 1,33 Milliarden Euro. Deutliche Impulse kamen hier weiterhin aus dem privaten Wohnbaugeschäft.

Strikter Stabilitätskurs

„Eine ähnlich positive Entwicklung sehen wir bei den Kundeneinlagen“, so Unger. Diese stiegen gegenüber dem Vorjahr um gleichfalls deutliche 5,5 Prozent auf 1,54 Milliarden Euro.

Das Geschäftsvolumen stieg für die Volksbank Ludwigsburg 2017 um acht Prozent auf jetzt 2,3 Milliarden Euro, die Bilanzsumme als Teil dessen lag zum Jahreswechsel 2017/18 mit 1,97 Milliarden Euro um 4,5 Prozent über dem Vorjahreswert.

Mit 13,7 Prozent betrug die Kernkapitalquote der Volksbank Ludwigsburg zum 31. Dezember weit mehr als das Doppelte der gesetzlichen Forderung von sechs Prozent für das Jahr 2017.

Gleiches gilt für die Gesamtkapitalquote, die mit 18,7 Prozent ebenfalls weit über dem Doppelten der gesetzlichen Forderung von acht Prozent für 2017 lag.

Insgesamt summierten sich die Eigenmittel der Volksbank Ludwigsburg auf 182 Millionen Euro. Daraus ergebe sich auch für 2018 „ein weiterhin beruhigender Sicherheitspuffer“, heißt es. Zusammen mit weiteren Finanzreserven stünden der Bank auch für 2018 über 100 Millionen Euro freie Eigenmittel zur Verfügung. Eine klare Absage erteilte Unger hierbei auch jeder Abkehr vom strikten Stabilitätskurs der Volksbank Ludwigsburg: „Wir können und werden auch in Zukunft auf kurzfristige Renditeerhöhungen auf Kosten einer langfristigen Sicherheit verzichten.“

Breiten Raum nahm in der Rückschau das Filialkonzept der Volksbank ein. „Wir stellen im Dialog mit unseren Kunden fest, dass eine Dreiviertel-Mehrheit keine Filialschließungen möchte und verfolgen daher eine behutsame Strategie der Weiterentwicklung, die sich am überwältigenden Kundenwunsch orientiert und investieren damit zugleich in eine nachhaltig erfolgreiche Marktpräsenz“, sagte Unger. Will heißen: Die Filialstrategie priorisiert den „Erhalt von personenbedientem Service an allen Standorten“.

Heute unterhält die Volksbank Ludwigsburg – bezogen auf ihre bilanzielle Größe – nach eigenen Angaben das mit Abstand dichteste Filialnetz im Landkreis (17 personenbesetzte Filialen pro Milliarde Bilanzsumme). Ein Konzept, das offensichtlich ankommt, denn die Volksbank verzeichnete nach eigenen Angaben 3578 neue Kunden in ihren Filialen. Alle Filialen seien mit schneller Internetanbindung zur Videoberatung ausgestattet. Dadurch seien etwa Experten für Baufinanzierung oder Wertpapieranlagen im Beratungsgespräch vor Ort zuschaltbar.

Auch bei den Mitgliederzahlen geht es nach oben: Seit 2007 ist die Zahl der neu gewonnenen Volksbank-Mitglieder ohne Fusion auf mehr als 40.000 angestiegen. Im abgelaufenen Jahr 2017 betrug das Mitgliederwachstum der Volksbank Ludwigsburg mit vier Prozent sogar das Sechsfache des Landesschnitts aller Genossenschaftsbanken in Baden-Württemberg. So habe die Volksbank Ludwigsburg heute – bezogen auf die Bilanzsumme – weit überdurchschnittlich viele Mitglieder, freute sich Unger: „Darauf sind wir wirklich stolz.“ Im Januar begrüßte die Volksbank ihr 80.000. Mitglied. Zielmarke sind 100.000 Mitglieder.

Absage an Fusionen

Und 2018? Die räumliche Situation in einigen Filialen soll verbessert werden und Fusionen bleiben laut Unger bei der Volksbank auch weiterhin kein Thema. „Wir haben gezeigt, dass unser Haus eigenständig erfolgreich am Markt unterwegs ist“, meinte Unger. Fusionen wären aus seiner Sicht nur dann sinnvoll und zielführend, wenn sie mit einem Partner stattfänden, der eine vergleichbare Strategie, Risikopolitik und Mitgliederorientierung vorweisen könne. Aktuell bevorzuge die Volksbank Ludwigsburg Kooperationen mit ebenfalls leistungsfähigen Banken im Großraum Stuttgart, um Einzelthemen voranzutreiben.

Zurück zur Startseite Zum nächsten Artikel