Ludwigsburg Master-Studenten der PH entwickeln Ideen: Die Kunst, Kultur zu ermöglichen

BZ 25.11.2013
25 Master-Studenten des Instituts für Kulturmanagement in Ludwigsburg haben fünf Ideen für neue mögliche Kulturbetriebe vorgestellt.

"Der Kunde sagt wann. Captain Culture sagt was." So einfach kann kulturelle Abendgestaltung sein: Man besucht im Internet die Website "Captain Culture", wählt ein aktuelles Angebot, bezahlt und - lässt sich überraschen. "Captain Culture" nimmt dem Kunden alle Organisation ab - und die Entscheidung.

Die Überraschungswebsite ist nur eine von fünf Ideen für Kulturbetriebe, die im Literaturcafé der PH Ludwigsburg von 25 Studenten des Master-Studiengangs "Kulturwissenschaft und Kulturmanagement" der Öffentlichkeit vorgestellt wurden. Die Ideen sind im Rahmen des Praxisseminars "Teamlabor" entstanden, das seit 2004 fest im Curriculum des Master-Studiengangs verankert ist. Diese potenzielle Gründung eines Kulturbetriebs dauert drei Semester und wird von Dozenten sowie externen Beratern begleitet. Aus Seminaren wie Personalmanagement, Finanzierung, Marketing, Öffentlichkeitsarbeit oder Existenzgründung fließen Kenntnisse in die studentische Betriebsgründung ein.

Bei der Präsentation stellten die potenziellen Unternehmer dem Publikum ihre Ideen vor. Dabei zeigten auch die Angebote der "Kultur_NAHt" (einer Agentur für Menschen, die gern gemeinsam Kultur erleben), der "HeimArt" (einem kulinarischen Kulturangebot) und von "Step ForwART" (einem kreativen Dienstleister für die Wirtschaft), dass Kultur das Leben schöner machen kann. In unterschiedlichen Lebensbereichen, so das Credo der drei Betriebe, kann Kreativität nicht nur für Abwechslung, sondern auch für Freude und Entspannung sorgen: am Arbeitsplatz während wichtiger Meetings, beim Essen mit Freunden oder in der Freizeit. Dass auch Profis die Vermittlung von Kulturmanagern gut gebrauchen können, brachte die Agentur "Presto" zum Ausdruck: Sie hilft Orchestern, auf unkomplizierte Weise Musiker für ihre Konzerte zu finden.

Die Studenten hoffen nun, dass sich Interessenten finden, die ihre Projekte realisieren wollen, erklärt Dr. Christiane Dätsch vom Institut für Kulturmanagement. In der Vergangenheit habe das geklappt.