Ludwigsburg Ludwigsburger Grüne legen Frühstart hin

Bei den Kommunalwahlen im Mai wird auch der Ludwigsburger Gemeinderat neu gewählt. Welches Gesicht hat das Gremium danach? Die Grünen haben als erste ihre Kandidaten präsentiert, die anderen Fraktionen wollen nächstes Jahr nachziehen.
Bei den Kommunalwahlen im Mai wird auch der Ludwigsburger Gemeinderat neu gewählt. Welches Gesicht hat das Gremium danach? Die Grünen haben als erste ihre Kandidaten präsentiert, die anderen Fraktionen wollen nächstes Jahr nachziehen. © Foto: Kalb Martin
Ludwigsburg / Frank Ruppert 08.12.2018

Die Grünen sind in Ludwigsburg vorgeprescht. Die Ökopartei hat bereits ihre 40 Kandidaten umfassende Liste für die Gemeinderatswahl präsentiert, früher als alle anderen Ratsparteien. „Wir haben einfach sehr schnell alle Leute beisammen gehabt“, sagt Pressesprecherin Silke Gericke. Arezoo Shoaleh und Frank Handel sind die Spitzenkandidaten. Shoaleh engagiert sich ehrenamtlich im Integrationsbeirat der Stadt und ist laut Grünen zusätzlich als ehrenamtliche Übersetzerin für Persisch tätig. Handel ist Vorsitzender der NABU-Gruppe Ludwigsburg.

„Der Wahlkampf beginnt erst mit den Straßenständen dann im kommenden Jahr“, sagt Gericke. Der frühe Zeitpunkt sei kein wahlkampftaktisches Kalkül, vielmehr habe man nun genug Zeit für die inhaltliche Arbeit bis zum Wahlkampf. Noch in diesem Jahr soll es dafür eine erste Sitzung geben. Offiziell eingereicht werde die Liste erst im kommenden Jahr, aber Gericke rechnet nicht damit, dass sich noch groß etwas daran ändert bis dahin.

Die CDU ist da noch nicht so weit, aber Fraktionschef Klaus Herrmann sagt: „Die Listen für Gemeinderat und Kreistag sind weitgehend fertig.“ Noch sei jedoch offen, wer nicht wieder antrete. Sicher sei allerdings, dass mehrere Gemeinderäte der Fraktion nicht mehr kandidieren wollen, sodass für Neulinge echte Chancen bestehen, so Herrmann. Wie vor fünf und zehn Jahren gebe es Ende Januar/Anfang Februar die Nominierungsversammlung. Ähnlich wie bei den Grünen war es laut Herrmann auch für die Union nicht schwer Kandidaten zu gewinnen, „trotz mancher Absage“. „Wir haben auf den Listen einen guten Querschnitt durch die Bevölkerung, ohne Quoten. In unserer Fraktion sind derzeit von elf Mitgliedern drei Frauen und ein Stadtrat unter 35 Jahren. Bei Kommunalwahlen können ja die Wähler die Reihenfolge auf den Listen verändern“, sagt Herrmann.

„Wir waren schon etwas überrascht, dass die Grünen ihre Liste so früh präsentiert haben“, sagt Margit Liepins von der SPD. Zumal die Aufstellung genau in die Haushaltsberatung gefallen sei und dies zusätzliche Sitzungen bedeutet habe. Die Fraktionsvorsitzende erklärt, dass es aber auch bei ihnen keine Probleme gegeben habe genügend Leute zu finden. Am 26. Januar wollen die Sozialdemokraten ihre Liste aufstellen, auf der auch viele Frauen und Junge zu finden sein sollen.

Die Freien Wähler erklärten auf Anfrage der BZ, dass sie noch Beratungsbedarf hätten und deshalb noch keine Aussagen zur Gemeinderatswahl und der Kandidatensuche treffen könnten.

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