Landesgartenschau Ludwigsburg muss noch warten

Ludwigsburg / Gabriele Szczegulski 04.07.2018

Michael Ilk, als Bürgermeister für die Bewerbung zur Landesgartenschau verantwortlich, ist die Enttäuschung anzumerken: „Wir sind schon enttäuscht, dass wir nicht ausgewählt wurden, denn unser Konzept für die Landesgartenschau ist gut“, sagt er gegenüber der BZ. Das sei, so Ilk, aber noch nicht das Ende. Zwar gratuliere er jetzt Ellwangen (2026), Rottweil (2028) und Ulm (2030), dass sie Landesgartenschaustädte werden, bei der nächsten Bewerbungsphase im Jahr 2019, wenn der Zeitraum  2031 bis 2035 ausgelobt werde, sei Ludwigsburg aber wieder dabei.

Das Konzept, so Ilk „wird nicht in die Tonne gekickt“, denn es sehe sowieso einen Prozess vor, den die Stadt und die Bürger generell wollten. Ein Teil des Konzepts, die Umwandlung  von brachliegenden Innenstadtflächen, der Walcker-Park, werde schon am Donnerstag im  Bauausschuss beraten. „Die Wettbewerbsergebnisse für einen Park liegen vor und werden im Ausschuss besprochen, dieses Projekt gehen wir in Kürze an“, sagte der Baubürgermeister. Die Stadt habe einen „Masterplan Grün“ und der würde weiter in die Tat umgesetzt, ob es eine Landesgartenschau gebe oder nicht.

Auch die Vernetzung der Grünflächen in der Stadt werde weiter verfolgt. Und das Traumprojekt von Michael Ilk und Oberbürgermeister Werner Spec, die Untertunnelung der B 27 (die BZ berichtete), die zirka 100 Millionen Euro kosten würde? „Ich bin überzeugt, die Stadt braucht diese Untertunnelung, denn 70  000 Fahrzeuge fahren dort pro Tag und zerschneiden die Stadtmitte“, sagt Ilk. Die Vergabe der Landesgartenschau an die Stadt hätte „diesen Prozess beflügelt und ihm einen finanziellen und motivierenden Schub“ gegeben, aber „der Traum einer B-27-Untertunnelung ist noch nicht ausgeträumt, er ist nur schwieriger zu realisieren“, sagte Michael Ilk.

Info Neben der Vergabe der Landesgartenschauen wurden auch die kleinen Gartenschauen für die ungeraden Jahre, die sogenannten Grünprojekte, vergeben: Im Jahr 2027 ist sie in Bad Urach, 2029 wird diese in Vaihingen sein.

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