Ludwigsburg Ludwigsburg ist eine von neun Spezialkliniken für Arbeitsunfälle im Land

Das Klinikum Ludwigsburg ist als Spezialklinik für die Versorgung Schwerstverletzter zugelassen worden. Eine der vielen Voraussetzungen ist das Vorhandensein eines Hubschrauberlandeplatzes.
Das Klinikum Ludwigsburg ist als Spezialklinik für die Versorgung Schwerstverletzter zugelassen worden. Eine der vielen Voraussetzungen ist das Vorhandensein eines Hubschrauberlandeplatzes. © Foto: Kliniken Ludwigsburg-Bietigheim gGmbH
Ludwigsburg / BZ 30.01.2014
Seit dem 1. Januar dürfen Personen, die nach einem Arbeitsunfall schwerstverletzt sind, nur noch in wenigen Spezialkliniken behandelt werden. Dazu gehört auch das Klinikum Ludwigsburg.

Das Klinikum Ludwigsburg gehört zu den insgesamt neun Kliniken in Baden-Württemberg, die zum so genannten Schwerstverletztenartenverfahren (SAV) der gesetzlichen Unfallversicherung zugelassen wurden. "Nachdem das Klinikum bereits zum Überregionalen Traumazentrum zertifiziert wurde, ist das Erlangen dieser Zulassung ein weiterer Nachweis für die qualitativ hochwertige Versorgung schwer- und schwerstverletzter Menschen", sagt Professor Dr. Markus Arand, Ärztlicher Direktor der Klinik für Unfall-, Wiederherstellungschirurgie und Orthopädie im Klinikum Ludwigsburg, in einer Mitteilung.

Die Träger der gesetzlichen Unfallversicherung (GUV) haben die Richtlinien für die Versorgung schwer- und schwerstverletzter Menschen nach einem Arbeits-, Schul- oder Wegeunfall geändert. Um an diesem Schwerstverletztenartenverfahren (SAV) teilnehmen zu dürfen, müssen Kliniken seit dem 1. Januar besonders hohe Anforderungen erfüllen.

Das Klinikum Ludwigsburg sei dank des Hubschrauberlandeplatzes, der Schockräume, des Hybrid-Operationssaals, der hochmodernen Technik bildgebender Verfahren, seiner Intensivstationen und der Neurochirurgie gerüstet, um alle Verletzungsarten optimal versorgen zu können, so Professor Arand.

Bei dem neuen Verfahren sind laut Klinikum Standards der fachärztlichen Kompetenz und Verfügbarkeit, der Notfallaufnahme, des Operationsbereichs, der intensivmedizinischen Versorgung sowie der Hygiene einzuhalten. Zudem müssen strukturelle Voraussetzungen für eine frühzeitige Rehabilitation erfüllt sein. Darüber hinaus müssen die teilnehmenden Kliniken nachweisen, dass sie mindestens 75 schwer- und schwerstverletzte Patienten der gesetzlichen Unfallversicherung pro Jahr behandeln. Dazu zählen laut Klinikum beispielsweise Patienten mit Wirbelsäulenverletzungen, mehrfachen, schwersten Verletzungen - so genannte Polytraumata - oder Schädel-Hirn-Verletzungen.

In einem Prüfverfahren Ende des Jahres 2013 waren die für die Zulassung zum neuen Schwerstverletztenartenverfahren (SAV) infrage kommenden Kliniken begutachtet worden.

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