Die Kunstschule Labyrinth, die Jugendmusikschule Ludwigsburg, die Tanz- und Theaterwerkstatt TTW, die Junge Bühne und das Theater Inklusiv, die Harmonika-Gemeinschaft, der Harmonika-Spielring, „KulturWelt“ und der Kreativbereich der VHS Ludwigsburg – sie alle haben eines gemeinsam: Sie arbeiten unter dem Dach des Kunstzentrums Karlskaserne in Ludwigsburg, das in diesem Jahr seit 25 Jahren besteht.

1995 kaufte die Stadt das frühere Militärareal an der Hindenburgstraße und verwandelte es in ein Zentrum für Kunst, Kultur und Kulturelle Bildung. Das historische Gelände bietet viel Raum für Werkstätten und Studios und Probenräume für Tanz, Theater, Musik und Bildende Kunst, sind sich die Nutzer einig. Der Kasernenhof, die Reithalle, die Kleine Bühne sowie die Galerie werden nicht nur für Aufführungen oder Ausstellungen genutzt. Welche künstlerischen Synergien die Karlskaserne freisetzt, demonstriert beispielsweise das programmatisch benannte „BürgerTheater“ Ludwigsburg. Im vergangenen Jahr wurde das Stück „Troja macht Krieg“ in der Reithalle aufgeführt.

Beginn am Freitag, 20. März

Unter dem Motto „Träume Gestalten Räume“ bietet das Jubiläumsprogramm der Karlskaserne-Institutionen bis November 2020 viele interessante Veranstaltungen an. Der Startschuss fällt am Freitag, 20. März, wenn sich die Reithalle in eine Manege verwandelt und alle permanent im Kunstzentrum aktiven Einrichtungen an der Eröffnungsproduktion des „Cirkus Karlovsky“ mitwirken. Das ambitionierte Projekt bündelt laut den Veranstaltern sämtliche Zirkuskurse der Stadt. Beteiligt sind die Kunstschule Labyrinth, der Oststadtzirkus von KulturWelt, die Kinder- und Jugendförderung, die Oststadtschule und das Mörike-Gymnasium, Musikgruppen der Jugendmusikschule sowie Künstler der Tanz- und Theaterwerkstatt. Am Start sind Profis aus den Bereichen Artistik, Tanz, Akrobatik und Bewegungstheater ebenso wie Amateure und rund 70 Kinder und Jugendliche aus Ludwigsburg.

„Kulturen der Welt“ heißt eine Produktion von „KulturWelt“ in Kooperation am Wochenende des 27. und 28. März. Angekündigt ist ein interkulturelles Wochenende mit Konzerten, einer Open Stage sowie Tanz- und Musik-Workshops für die ganze Familie.

Gesamtkunstwerk auf Zeit

Am Sonntag, 10. Mai, geht es weiter mit einem Kunstfest und  der Eröffnung der Installation „Traumräume – Raumträume“. Auf dem Kasernenhof entsteht ein großformatiges Gesamtkunstwerk auf Zeit, in kostenlosen Workshops geplant und gebaut von rund 160 Kindern.  Danach ist das Gebäude zwei Monate lang öffentlich zugänglich und kann für die Jubiläumsaktionen genutzt werden.

Im Lehrplan verankert

Am Freitag, 26. Juni, folgt das Musicalprojekt Rotasia. Das auf mehrere Jahre angelegte Projekt ist direkt im Lehrplan der zweiten und dritten Klassen der Sophie-Scholl-Grundschule verankert und wird von dem Programm „Kultur macht stark“ des Bundesbildungsministeriums gefördert. Es kulminiert in einer großen Aufführung mit rund 150 Kindern in der Reithalle.

Die Jugendmusikschule  bietet von 25. bis 27. September Konzerte unter dem Motto „Ich höre die Härchen in meinem Ohr tanzen“. Geboten werden Musik und Tanz, Klang und Bewegung, wenn das Jugendsinfonieorchester, das Altentanztheater-Ensemble Zartbitter, der Projektchor Chorioso und eine junge Projekttanzgruppe der TTW gemeinsam einen Ausflug in unentdeckte Klangräume unternehmen.

Vom 2. bis 4. Oktober feiert das Theater Inklusiv Ludwigsburg  mit seiner zehnten Produktion ebenfalls ein Jubiläum. Bislang eher auf die Genres Theater und Musik konzentriert, nimmt das Generationentheater-Ensemble in Aufführungen und Workshops beim Festival „Kunst und Inklusion“ erstmals auch die Bildende Kunst in den Blick.

Mitte November folgt zum Abschluss das künstlerisch-kreative Zukunftslabor „Traumgestalt Zukunft“. Es sucht nach Formaten und Ideen für die Weiterentwicklung des Kunstzentrums Karlskaserne.