Ludwigsburg Knax-Garten der Kreissparkasse kommt gut an

Zurzeit gibt es im Knax-Kindergarten der Kreissparkasse 13 Kinder, die von vier Vollzeiterzieherinnen und einer Fachschülerin in der Zeit von 7.45 Uhr bis 18.45 Uhr an fünf Tagen in der Woche betreut werden.
Zurzeit gibt es im Knax-Kindergarten der Kreissparkasse 13 Kinder, die von vier Vollzeiterzieherinnen und einer Fachschülerin in der Zeit von 7.45 Uhr bis 18.45 Uhr an fünf Tagen in der Woche betreut werden. © Foto: Helmut Pangerl
BETTINA NOWAKOWSKI 28.01.2014
Seit März 2013 ist der Betriebskindergarten der Kreissparkasse (KSK) Ludwigsburg eröffnet. Das Angebot im "Knax-Garten" wird sehr gut angenommen. Schon jetzt gibt es eine lange Anmeldeliste.

Die Idee zu einem Betriebskindergarten gab es schon seit 2002, wie Andrea Hödebeck-Höfig, Leiterin des Bereichs Personalentwicklung bei der KSK, weiß. "Damals war die Zeit aber noch nicht reif". Doch nicht nur in der Bankbranche wird es immer schwieriger, gute Mitarbeiter zu finden und vor allem auch zu halten, wenn die ausgebildeten, weiblichen Fachkräfte Nachwuchs bekommen.

So wurde das Projekt "Betriebskindergarten" 2012 erneut in Angriff genommen. Über ein Jahr arbeitete das Projektteam an der Umsetzung für die Räumlichkeiten im "Stelzenbau". Entstanden sind moderne, helle Räume, "anfangs noch recht nüchtern", wie Andrea Hödebeck-Höfig meint, inzwischen aber durch die Bilder und Bastelarbeiten der Kinder und die Ausstattung der einzelnen Räume wohnlich gestaltet.

Mit 300 Quadratmetern im Innenbereich und 200 Quadratmetern im Außenbereich gibt es viel Platz zum Spielen, Turnen, Basteln und miteinander Zeit verbringen. Die Kinder werden von ausgebildetem Fachpersonal betreut. "Wir haben uns für Konzept-e als Betreiber entschieden, weil dort nach deren Leitbild das Interesse, die Individualität und die Interaktion der Kinder besonders gut gefördert wird", so Andrea Hödebeck-Höfig. Zu dem Konzept gehört, dass es keine Gruppenräume gibt, sondern verschiedene Themenräume. Ein Atelier für Malen und Basteln, ein Zimmer zum Turnen und Spielen, einen Werkstattraum sowie einen Ruheraum zum Schlafen, für die ganz Kleinen einen Krabbelraum oder eine Leseecke für die größeren Kinder. Das "element-i"-Leitbild von "Konzept-e" sieht die Räume in ihrer Funktion als "dritte Erzieher" - nach den Eltern und den pädagogischen Erziehern.

Zur Zeit gibt es 13 Kinder, die von vier Vollzeiterzieherinnen und einer Fachschülerin in der Zeit von 7.45 Uhr bis 18.45 Uhr an fünf Tagen in der Woche betreut werden, sowie eine eigene Köchin für die Mahlzeiten. Im Sinne des pädagogischen Konzepts haben die Kinder abgesteckte Rahmenbedingungen für einen geregelten Tagesablauf, der ihnen aber ein hohes Maß an freiheitlicher Entfaltung ihrer Interessen ermöglicht.

Der Tag startet mit einem Frühstücksbuffet auf dem so genannten "Marktplatz", wo die Kinder ihre Teller eigenständig füllen. Gegen 10 Uhr treffen sich alle zur "KiKo", der Kinderkonferenz, in der die Kinder ihre Wünsche äußern, wie sie ihren Tag gestalten möchten. "Die Kinder werden hier in ihren Wünschen und Bedürfnissen sehr ernst genommen", so Andrea Hödeberg-Höfig. "Sie können selbst entscheiden, was sie machen wollen. Das wird nicht nur von den Kindern sehr gut angenommen, sondern auch die Eltern begrüßen diese individuelle Förderung."

Die Nachfrage nach einem Platz im Knax-Garten sei sehr hoch. "Es stehen sogar schon Anfragen von Schwangeren auf der Anmeldeliste", erklärt Andrea Hödeberg-Höfig. Für die Kreissparkasse sei es ein wichtiges Anliegen, ihren Mitarbeitern gute und sinnvolle Sozialeinrichtungen zur Verfügung stellen zu können. "Jungen Müttern und jungen Eltern können wir so den raschen Wiedereinstieg in den Beruf ermöglichen", erklärt Andrea Hödeberg-Höfig. "Und auch für Bewerber auf unsere Stellenangebote ist das ein wichtiger Pluspunkt, wenn sie wissen, dass die Kinderbetreuung hier möglich ist."

Die Kapazitäten des Knax-Gartens sind auch noch nicht ausgeschöpft. Bis zu 40 Kinder können in den großzügigen Räumlichkeiten betreut werden. "Das Thema Vereinbarkeit von Beruf und Familie findet in unserem Haus sehr große Resonanz und wird auf Grund der Arbeitsmarktsituation in Zukunft auch immer wichtiger werden", meint Andrea Hödeberg-Höfig. Mit dem Knax-Garten und seinem Träger "Konzept-e" hat die Kreissparkasse die richtigen Voraussetzungen dafür geschaffen.