Ludwigsburg Jugend gestaltet Politik

Neue Situation: Jugendliche am Rednerpult des Kreistags, Politiker auf den Zuschauerrängen.
Neue Situation: Jugendliche am Rednerpult des Kreistags, Politiker auf den Zuschauerrängen. © Foto: Helmut Pangerl
Ludwigsburg / BZ 28.03.2015
Rund 90 Jugendliche diskutierten mit Landtagsabgeordneten und Kreisräten im Kreishaus bei der Jugendkonferenz. Landrat Dr. Rainer Haas stellte die Forderungen in den Mittelpunkt.

Rund 90 Jugendliche kamen am vergangenen Donnerstagvormittag ins Kreishaus, um auf der Jugendkonferenz mit Landtagsabgeordneten und Kreisräten über politische Themen zu diskutieren. "Ihr habt damit die Möglichkeit, politische Bildung und Beteiligung aktiv zu erleben und selbst zu gestalten. Dabei stehen eure Forderungen an die Politik und die künftige Entwicklung von Land und Kreis im Mittelpunkt", sagte Landrat Dr. Rainer Haas bei der Eröffnung der Veranstaltung zu den Jugendlichen.

Die Jugendkonferenzen in vielen Landkreisen und kreisfreien Städten im Land gehen zurück auf eine Initiative des Landtags, der Landeszentrale für politische Bildung, des Rings politische Jugend Baden-Württemberg sowie des Landesjugendrings. Teilnehmer der Jugendkonferenz im Ludwigsburger Kreishaus waren Jugendliche des Otto-Hahn-Gymnasiums Ludwigsburg, des Mörike-Gymnasiums Ludwigsburg, der Robert-Franck-Schule Ludwigsburg, des Lise-Meitner-Gymnasiums Remseck, der Friedrich-Hölderlin-Schule Asperg und der Mobilen Jugendarbeit des Landkreises Ludwigsburg.

Von Seiten der Politik nahmen teil die Landtagsabgeordneten Manfred Hollenbach, Konrad Epple, Dr. Markus Rösler, Daniel Renkonen, Thomas Reusch-Frey und Dr. Timm Kern sowie die Kreisräte Brigitte Muras, Helmut Fischer und Hans-Jürgen Kemmerle.

Vorbereitet wurde die Jugendkonferenz von der Kreisjugendpflege des Landkreises in Zusammenarbeit mit dem Staatlichen Schulamt Ludwigsburg, den geschäftsführenden Rektoren der Ludwigsburger Gymnasien und der Beruflichen Schulen, dem Kreisjugendring, den Jugendorganisationen der politischen Parteien, der Offenen Jugendarbeit, den Jugendreferaten der Städte und Gemeinden sowie der Sportkreisjugend. Im Vorfeld der Konferenz konnten die Jugendlichen Themen benennen, die sie bewegen und interessieren. Aus diesen Rückmeldungen entstanden die "World Café"-Thementische, an denen Politiker im Wechsel den Jugendlichen Rede und Antwort standen. Jeweils ein Moderator leitete die Diskussionen an den Thementischen. Drei bis vier, durch einen Gong markierte Wechsel der Thementische waren möglich.

Die Schwerpunkte an den Thementischen waren: ÖPNV und Mobilität, Bildung und Schule, Ausbildung und Praktikumsstellen, Kommunikation und Datennetze, Integration von Menschen anderer Kulturen, Freizeiteinrichtungen und Freizeitgestaltung, Umwelt- und Tierschutz, Energiegewinnung und -wende sowie Themen, die den Jugendlichen wichtig sind. Die Moderation der Veranstaltung übernahm Siegfried Keppeler, langjähriger Berater in der Jugendarbeit.

Der Landesjugendring wird die Ergebnisse der Konferenz dokumentieren. Sechs bis acht Teilnehmer der Jugendkonferenz können dann beim "Jugendlandtag" am 14. und 15. Juli in Stuttgart teilnehmen und dort die Themen und Diskussionsergebnisse der Jugendkonferenz einbringen.