Am Donnerstag, 9. Mai, starten die Ludwigsburger Schlossfestspiele mit dem Eröffnungskonzert in die Saison 2019. Mit Dmitri Schostakowitschs 13. Sinfonie „Babi Jar“ setzt Thomas Wördehoff in seiner letzten Spielzeit ein Bekenntnis zur Freiheit des Geistes und zur Menschlichkeit. Die Eröffnungsrede wird, wie die Schlossfestspiele jetzt mitteilen, der Pianist Igor Levit halten.

Igor Levit wurde 1987 im russischen Nischni Nowgorod geboren und übersiedelte im Alter von acht Jahren mit seiner Familie nach Deutschland. 1995 nahm er die deutsche Staatsbürgerschaft an. Levit beziehe auch in gesellschaftlichen Fragen immer wieder klar Position, heißt es. Musik, sagt Levit, könne man nicht im politikfreien Raum machen.

Gegen das Vergessen

In „Babi Jar“ vertonte Schostakowitsch Jewgeni Jewtuschenkos 1961 erschienenes gleichnamiges Gedicht, in dem der Poet gegen die Vertuschung des 20 Jahre zuvor verübten Massakers in der Schlucht Babi Jar bei Kiew anschrieb. In einer gezielten Aktion hatten Wehrmacht und SA in weniger als zwei Tagen mehr als 30 000 ukrainische Juden hingerichtet. Als Solist wird René Pape im Forum am Schlosspark zu erleben sein, der die Solopartie von Schostakowitschs 13. Sinfonie eigens für das Eröffnungskonzert einstudiert. Ihm steht der finnische Männerchor Ylioppilaskunnan Laulajat zur Seite. Karten gibt es online.

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