An diesem Freitag wird in Ludwigsburg gleich zwei Mal demonstriert. Um 11 Uhr versammeln sich am Ludwigsburger Bahnhof, wie bereits letzte Woche (die BZ berichtete), Schüler, die unter dem Motto „Fridays for fure“ („Freitage für die Zukunft“) fürs Klima und den Kohle-Ausstieg demonstrieren. Demonstrationsführer ist der 18-jährige Asperger Schüler Markus Moskau, der bereits letzte Woche über 200 Schüler mobilisieren konnte. Diesen Freitag beginnt der Demonstrationszug am Bahnhof, führt zum Landratsamt, zum Blühenden Barock, zum Rathaus und zurück zum Bahnhof.

„ProDiesel“-Initiative

Nachmittags treffen sich dann Dieselbefürworter, die sich um 16 Uhr auf dem Rathaushof treffen und in die Friedrichstraße zur dortigen Messstelle marschieren, um dort gegen 16.30 Uhr gegen das drohende Fahrverbot in Ludwigsburg zu demonstrieren. Die Demo endet dann wieder am Rathaus. Initiator der „ProDiesel“-Initiative in Ludwigsburg ist Dieter Seipler, der bis 2010 Vorsitzender der Geschäftsführung von Mann+Hummel war. Kritisiert wird unter anderem, dass die Messstation an der Friedrichstraße aufgrund der schlecht ausgewählten Lage, zu hohe Stickstoffdioxid-Werte anzeige. In Ludwigsburg liegen die Werte bei 51 Mikrogramm Stickoxid pro Kubikmeter Luft, erlaubt sind aber im Jahresmittel lediglich 40 Mikrogramm, daher droht der Barockstadt, neben vielen anderen Städten, aufgrund der Klage der Deutschen Umwelthilfe (DUH) das Fahrverbot (die BZ berichtete).

Vorbild für die Ludwigsburger „ProDiesel“-Initiative, die ab heute jeden Freitag im Februar und März stattfinden soll, ist die Demo in Stuttgart, die seit 12. Januar von Joannis Sakkaros, einem Porsche-Mitarbeiter, organisiert wird. In Stuttgart kamen mehr Demonstranten als geplant, bleibt abzuwarten, wie es in Ludwigsburg läuft.