Kaum sind die letzten Filme der Berlinale über die Leinwand geflimmert, da stehen ein paar Stunden später auch schon diePreisträger fest.

Ein Erfolg gelingt Adrian Goinger mit seinem Langfilmdebüt  „Die beste aller Welten“. Eine dreiköpfige Jury vergab den Kompass-Perspektive-Preis, dotiert für den besten Film aus dem aktuellen Programm der „Perspektive Deutsches Kino“. Der Regisseur Adrian Goinger, der hier seine eigene Kindheit erzählt, zeige auf verstörend authentische Art einen scheinbar ausweglosen Kampf zwischen Mutterliebe und Sucht.

Auch Elsa Kremser machte wieder von sich reden. War sie vor drei Jahren erstmals zusammen mit Nicole Vögele und ihrem Dokumentarfilm „Nebel“ in der Perspektive mit einer Auszeichnung gekürt worden, erhielt sie dieses Jahr gemeinsam mit Levin Peter  den Kompagnon-Förderpreis. Neben einem Stipendium von 5000 Euro (2500 Euro für Kurzfilme) zur unabhängigen Drehbuch- beziehungsweise Projektentwicklung bietet der „Kompagnon“ ein Mentorenprogramm zur Stärkung der künstlerischen Handschrift, berufsbegleitende Coachings sowie die bessere Vernetzung mit der Branche. Ihr Film „Der grüne Wellensittich“ spielt in Weißrussland und erzählt die Geschichte des 34-jährigen Mischa, der nachts als Obduktionsassistent arbeitet und tagsüber Leichen auf Öl malt.

Über die Auszeichnung von Anne Zohra Berrached, letztjährige Absolventin der Ludwigsburger Filmakademie, mit dem Eurimages Co-Produktion-Development-Award für „Frau des Piloten“, berichtete die BZ bereits.

Einen nachdenklichen Abschluss der Perspektive Deutsches Kino hinterlässt Anja Bürgelins Film „Millenials“. Sie porträtierte darin ganz beiläufig eine Generation des Nebeneinanders, der Unverbindlichkeit, des Opportunismus, und der Unsicherheit. 

Anne Zohra Berrached ist Anne und wie im wirklichen Leben Regisseurin, die an einem Schwangerschafts- und Abtreibungsdrama schreibt und ihre biologische Uhr laut ticken hört. Allein daran wird schon klar, dass der Film von einer wahrhaften Realität erzählt, von dem was Jana Bürgelin in ihrer Branche täglich selbst erlebt und beobachtet.

  „Die Drehorte für den Abschlussfilm habe ich ganz bewusst gewählt“, verrät Regisseurin Jana Bürgelin im Gespräch mit der BZ, „da wollten wir schon auf Nummer sicher gehen.“  Trotzdem wirkt der Film authentisch und ein wenig dokumentarisch, obwohl die Szenen nicht wie im Film „24 Wochen“ mit realem Fachpersonal und Ärzten gedreht wurde, sondern mit mehr oder weniger professionellen Schauspielern.