Schlossfestspiele Getanzt: Mozarts Requiem

Ludwigsburg / bz 23.06.2018

Gleich zwei Mal laden die Ludwigsburger Schlossfestspiele in dieser Saison zu bewegenden Tanzabenden mit renommierten Choreografen und Tänzern ins Forum am Schlosspark ein: Mit Alain Platels „Requiem pour L.“ am 24. Juni, 20 Uhr, und Anne Teresa De Keersmaekers „Mitten wir im Leben sind/Bach6Cellosuiten“  am 12. Juli, ebenfalls 20 Uhr, setzen sich die Künstler auf höchst individuelle Weise mit der Vergänglichkeit des irdischen Lebens auseinander. Dies teilt Margret Findeisen, Pressesprecherin der Schlossfestspiele mit.

Der Tänzer und Choreograf Alain Platel, der in Ludwigsburg bereits mit spektakulären Produktionen wie „nicht schlafen“ (2017) oder „En avant, marche!“(2015) vom Publikum gefeiert wurde und dessen „Compagnie les ballets C de la B“ eine langjährige Zusammenarbeit mit den Ludwigsburger Schlossfestspielen verbindet, ist in diesem Jahr erneut in Ludwigsburg zu Gast. Zusammen mit dem belgischen Komponisten Fabrizio Cassol hat Platel eine radikale Auseinandersetzung mit Mozarts berühmter Totenmesse erschaffen.

Letzter Lebensweg

Im Zentrum von „Requiem pour L.“ stehen die letzten Minuten im Leben von L., die von 14 Musikern auf der Bühne beim letzten Stück ihres Lebenswegs begleitet wird. Die Künstler aus Afrika und anderen Teilen der Welt füllen die Leerstellen in Mozarts Fragment mit Motiven aus Oper, Jazz, Afropop und anderen Musiktraditionen. Es entsteht eine authentische und aufrichtige Auseinandersetzung mit dem Tod – aber eben auch eine mitreißend befreiende Hommage an das Leben. Für die Veranstaltung sind noch Karten erhältlich.

Spirituelle Antithese

Auch die Produktion „Mitten wir im Leben sind/Bach6Cellosuiten“ der belgischen Choreografin Anne Teresa De Keersmaeker wendet sich mit dem titelgebenden lutherischen Zitat der spirituellen Antithese von Leben und Tod zu.

Zu Bachs berühmten Cellosuiten, die an diesem Abend von Ausnahmecellist Jean-Guihen Queyras auf der Bühne interpretiert werden, greifen Musik und Tanz ineinander und thematisieren die Vehemenz des Todes, der sich wohl niemand entziehen kann. Die Vorstellung ist bereits ausverkauft.

Info Karten und Informationen über die weiteren Aufführungen der Ludwigsburger Schlossfestspiele gibt es per Telefon (07141) 93 96 36. per E-Mail an karten@schlossfestspiele.de oder im Palais Grävenitz, MArstallstraße 5, in Ludwigsburg.

www.schlossfestspiele.de

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