Vom Frühling war bisher noch nicht viel zu spüren. Das stellte die Mitarbeiter des Blühenden Barocks vor eine große Herausforderung: „Vor acht Tagen war ich noch nicht davon überzeugt, dass alles klappen wird“, sagte Direktor Volker Kugel zur Eröffnung der 64. Gartensaison am Freitag. Grund dafür waren die Wetterbedingungen.

Vier statt zwei Wochen

Im Gegensatz zum vergangenen Jahr habe das schlechte Wetter die Gärtner von ihrer Arbeit abgehalten. Der Boden sei 15 Zentimeter tief gefroren gewesen. Das Team bewältigten ihre Arbeit deswegen in vier, statt, wie eingeplant, in zwei Wochen. Dennoch konnte am Freitag in die Saison gestartet werden. Auf einer Fläche von 4500 Quadratmetern sind mehr als 50 000 Tulpen, Narzissen und Hyazinthen zu sehen. Aber damit hört die Blumenlandschaft nicht auf: Weitere Pflanzen bilden eine Blumenoase, darunter 13 000 Rosen, 2500 Rhododendren und Azaleen.

Aber nicht nur Blumen sollen das BlüBa zu einem Erlebnis machen, sondern auch Vögel. „Wir haben den Vogelbestand neu geordnet“, so Kugel. Die Haltungsbedingungen hätten sich dadurch verbessert. Die Papageien und Kleinvögel in den vier neuen Volieren haben vier bis fünf Mal mehr Platz als früher. Dieses Projekt hat 1,1 Millionen gekostet und liege damit voll im Plan. Kugel sagte, er sei stolz, die Kosten nicht überschritten zu haben.

Die Arbeit sowie die Kosten machen sich bezahlt, bereits 37 500 Dauerkarten seien verkauft worden. „Das sind 400 mehr als letztes Jahr“, sagte er „wir hoffen 43 500 zu verkaufen“, fuhr er fort. Mehr als 500 000 Tagesgäste werden diese Saison erwartet.

Bis zum 15. April ist die Ausstellung „Frühling“ in der Orangerie zu sehen. Frühlingsboten wie Ranunkel, Hornveilchen und Jasmin sind zu sehen. Die Ausstellung wird von Federn und Frühlingszweigen vervollständigt. Am 19. April folgt eine Ausstellung von Schlingpflanzen. Am 28. April finden die „Barocken Gartentage“ zum 14. Mal statt und dauern bis zum 1. Mai. Das Motto der Verkaufsschau lautet „Pflanzen, Garten und Ambiente“. Im Südgarten können sich die Gäste Anregungen von Gartenprofis bekommen. Die Sonderausstellung „Vorgärten“ auf 500 Quadratmetern gibt es dieses Jahr zum ersten Mal. Gärtner zeigen vier Bepflanzungsbeispiele für abwechslungsreiche Vorgärten.

Noch bis zum 22. April ist zudem die Strohwelten-Ausstellung geöffnet. Thema der Ausstellung ist die „Arche Noah“. Der Höhepunkt sei eine 15 Meter hohe Arche mit zehn Tierpaaren. Da bald die Osterzeit naht, gibt es auch eine Ostereierallee mit 10 000 von Kindern bemalten Eiern. Für die Kinder wird es eine große Strohburg zum Toben geben. Am 8. April veranstaltet die Jucker Farm einen Strohballenweitwurf.

Das Ambiente des Blühenden Barocks wird am 28. Juli durch den Märchengarten noch fantasievoller. „Nächstes Jahr feiern wir sein 60. Jubiläum“, sagt Kugel. Heute präsentiert sich der Märchengarten mit über 40 Märchenszenen.

Die Jucker Farm veranstaltet außerdem noch die Sonderausstellung „Sandkunst“ am 7. Juli mit Sandfiguren zum Stadtjubiläum. Internationale Sandkünstler reisen an und präsentieren ihre Kunstwerke. Am 21. Juli ist Sandmalerei angesagt. Künstler werden auf einem Tageslichtprojektor mit Sand malen. Weiter geht es am 28. Juli bis zum 29 Juli mit dem Märchenfest. Es folgt das romantische Schauspiel „Lichterzauber“ am 18. August. Lichter und Fackeln beleuchten die gesamte Gartenanlage. Zu guter Letzt findet wie immer die weltgrößte Kürbisausstellung unter dem Motto „Kürbis-Wald“ statt.

Info Noch eine Höhepunkt des Blühenden Barocks ist der Zirkus Roncalli.