Ludwigsburg Filmakademie bekommt zwei Lolas

Die Preisträger der Lola (von links): Bjørn Melhus, Laura Lehmus , Constantin Hatz, Eva Könnemann, die Beauftragte der Bundesregierung für Kultur und Medien, Staatsministerin Prof. Monika Grütters, Robert Nacken sowie Thomas Schadt (Filmakademie Baden-Württemberg).
Die Preisträger der Lola (von links): Bjørn Melhus, Laura Lehmus , Constantin Hatz, Eva Könnemann, die Beauftragte der Bundesregierung für Kultur und Medien, Staatsministerin Prof. Monika Grütters, Robert Nacken sowie Thomas Schadt (Filmakademie Baden-Württemberg). © Foto: Filmakademie Ludwigsburg
Ludwigsburg / BZ 31.10.2015
Am Donnerstagabend wurde der Deutsche Kurzfilmpreis an der Filmakademie Baden-Württemberg in Ludwigsburg verliehen. Die Beauftragte der Bundesregierung für Kultur und Medien, Staatsministerin Prof. Monika Grütters, übergab die Lolas an fünf Gewinner.

Ausgezeichnet wurden herausragende künstlerische und innovative Kurzfilme bis 30 Minuten Laufzeit in den Kategorien Spiel-, Dokumentar-, Animations- und Experimentalfilm. Darüber hinaus konnte sich Filmakademie-Student Constantin Hatz über den mit 20 000 Euro dotierten Sonderpreis für Filme mit einer Laufzeit von mehr als 30 bis 78 Minuten Länge freuen. Dies teilt die Filmakademie mit. Der Kurzfilmpreis in Gold für Dokumentarfilme ging an den Film "Das offenbare Geheimnis" von Eva Könnemann, Absolventin der Filmakademie Baden-Württemberg.

Kunststaatssekretär Jürgen Walter gratulierte den Gewinnern: "Es freut mich sehr, dass die Filmakademie gleich zwei Mal unter den fünf Gewinnern vertreten ist. Das zeigt eindrucksvoll, was für eine hervorragende Talentschmiede wir in Ludwigsburg haben."

Verliehen wurde der am höchsten dotierte Preis für den Kurzfilm in Deutschland bereits zum zweiten Mal in Kooperation mit der Filmakademie Baden-Württemberg. Moderiert von dem Schauspieler Roman Knika wurden die wertvollen Preise im Albrecht-Ade-Studio der Ludwigsburger Filmhochschule vergeben.

Constantin Hatz erhielt die Auszeichnung für seinen Dokumentarfilm "Helikopter - Hausarrest", ein Portrait über den 27-jährigen Benjamin, der im Rahmen des elektronisch überwachten Hausarrests eine zehnmonatige Freiheitsstrafe in der Wohnung seiner Mutter verbüßt. Constantin Hatz und sein Team begleiten in dem 38-minütigen Dokumentarfilm Benjamin und seine Mutter, die sich in den letzten Jahren voneinander distanziert haben. Sie werden durch eine staatliche Maßnahme zusammengeführt und müssen sich eine kleine Wohnung in einem Wiener Außenbezirk teilen. Die Jury lobte besonders die "sich wiederholenden, klaustrophobischen Bilder", mit denen Constantin Hatz "den Zuschauer performativ immer weiter in die erzählte Enge hineinzieht, bis sie sich zur Unerträglichkeit einbrennt."

Der 1989 in Wien geborene Constantin Hatz studiert seit 2012 Dokumentarfilmregie an der Filmakademie Baden-Württemberg. Ganz aktuell hat Hatz mit seinem Drittjahresfilm "Fuge" den Förderpreis Neues Deutsches Kino 2015 der Hofer Filmtage gewonnen.

Den Kurzfilmpreis in Gold für Spielfilme mit einer Laufzeit von mehr als sieben bis 30 Minuten erhielt der Film "On Air" von Robert Nacken. Mit dem Kurzfilmpreis in Gold für Animationsfilme wurde "AlieNation" von Laura Lehmus ausgezeichnet. Und den Kurzfilmpreis in Gold für Experimentalfilme gewann der Film "Freedom & Independence" von Bjørn Melhus. Info Als "Deutscher Kurzfilmpreis unterwegs" gehen alle ausgezeichneten Filme im kommenden Jahr wieder auf eine bundesweite Tournee.

Zurück zur Startseite Zum nächsten Artikel