Das Regierungspräsidium Stuttgart verteilt rund 20 Millionen Euro Fördermittel für die Feuerwehren in der Region. In den Landkreis Ludwigsburg fließen knapp 1,9 Millionen Euro.

Die Feuerwehren benötigen eine adäquate Ausstattung und aktuelle Technik, um auf Gefahren vorbereitet zu sein und effizient helfen zu können. Dafür gewährt das Land Baden-Württemberg finanzielle Zuwendungen. „Die Feuerwehren retten Menschen. Dafür müssen sie gut ausgebildet und technisch ausgestattet sein. Das unterstützen wir gerne. Der Einsatz unserer zahlreichen Feuerwehrangehörigen trägt wesentlich zur Sicherheit in unserem Land bei – und das verdient Anerkennung. Zudem können wir die Gemeinden bei der Erfüllung Ihrer Brandschutzaufgaben spürbar unterstützen“, so Regierungspräsident Wolfgang Reimer.

In diesem Jahr fördert das Regierungspräsidium Stuttgart Investitionen mit mehr als 16 Millionen Euro. Mit rund 9,7 Millionen Euro wird die Beschaffung von 114 Feuerwehrfahrzeugen gefördert. Für den Neubau und die Erweiterung von 28 Feuerwehrhäusern werden rund 4,4 Millionen Euro bereitgestellt, für die digitale Alarmierung und die Einführung des Digitalfunks rund 1,1 Millionen Euro.

Zusätzlich zur Förderung für Investitionen erhalten die Städte, die Gemeinden und die Stadt- und Landkreise im Regierungsbezirk Pauschalen in Höhe von 3,7 Millionen Euro für die laufenden Kosten wie die Ausbildung und Schutzausrüstung, Beschaffungen unter 20 000 Euro und für den Betrieb von Werkstätten und Übungsanlagen. Für die Jugendfeuerwehren erhalten sie Zuschüsse von rund 403 000 Euro.

Zu den geförderten Maßnahmen gehört laut Regierungspräsidium auch die Anschaffung eines Abrollbehälters Bau für die Bietigheimer Feuerwehr. Das Land schießt 200 000 Euro bei, die Kosten sollen sich um die 500 000 Euro bewegen. „Der Behälter kommt erst nächstes Jahr“, sagt Kommandant Frank Wallesch. Die Feuerwehrausstatter hätten eben volle Auftragsbücher, und dann müsse man warten. Der Abrollbehälter Bau beherbergt laut Wallesch schweres Material für Großeinsätze, wie etwa bei schweren Unfällen. Einen Teil der darin enthaltenen Ausrüstung habe man aber schon in Bietigheim. Als Ab­roll­be­häl­ter be­zeich­net man bei der Feu­er­wehr ei­nen Wech­sel­auf­bau, der von ei­nem Wech­sel­la­der­fahr­zeug auf­ge­nom­men und dann zur Ein­satz­stel­le ge­bracht wird. Auch die Ludwigsburger Kameraden sollen 200 000 Euro für einen solchen Abrollbehälter erhalten.

Die Feuerwehr Ingersheim soll mit 92 000 Euro für ein Löschgruppenfahrzeug LF 10 bedacht werden. Die Korntaler Kollegen erhalten 254 000 Euro für eine neue Drehleiter und auch Vaihingen darf sich über insgesamt 184 000 Euro für zwei Löschgruppenfahrzeuge für freuen.

Größter Posten in den Landeszuschüssen nimmt mit mehr als 350 000 Euro aber die Umstellung auf Digitalfunkgeräte im Landkreis ein. „Die ist für das erste Quartal 2020 geplant“, verrät Wallesch. „Die Ausschreibung zur Beschaffung der Digitalfunkgeräte ist momentan in der Vorbereitung“, teilt Markus Klohr, Sprecher des Landratsamts mit und bestätigt, dass die Installation erst 2020 erfolgen soll.

Alle Wehren im Kreis sollen innerhalb dieser Zeit umgerüstet werden. Ein Mammutprojekt, wie es Wallesch nennt. Nicht ohne Skepsis begegnen manche Kameraden der Umstellung, immerhin gibt es kaum Probleme mit dem analogen Funk. Aber Wallesch sagt: „Wenn das neue System so gut funktioniert wie das alte, ist alles gut“. Nun laufe die Unterstützung für die alten Relaisstationen aus. Deshalb sei es notwendig, umzustellen.