Halbjahreszahlen Euro-Kurs drückt auf Umsatz

bz 13.09.2018

Die „Mann + Hummel“-­Gruppe in Ludwigsburg hat im ersten Halbjahr 2018 einen Umsatz von rund 1,95 Milliarden Euro (Vorjahreszeitraum: 1,97 Milliarden) erwirtschaftet. Dies gab der Filtrationsspezialist auf der Messe Automechanika in Frankfurt bekannt.

„Die Aufwertung des Euro, vor allem gegenüber dem US-Dollar, drückt auf den Umsatz“, so Emese Weissenbacher, kaufmännische Geschäftsführerin der „Mann + Hummel“-Gruppe. „Das Ergebnis wurde im ersten Halbjahr 2018 von Materialpreissteigerungen beeinträchtigt.“

Im Bereich Erstausrüstung lag die Geschäftsentwicklung nahezu auf Vorjahresniveau. Die Bereiche Aftermarket und Life Sciences and Environment verbuchten zwar positives Wachstum, vor allem im Aftermarket (Ersatzgeschäft) wurden die Umsatzzuwächse jedoch durch den starken Euro wieder aufgezehrt.

„Das zweite Halbjahr ist bei ‚Mann + Hummel’ erfahrungsgemäß stärker. Wir rechnen mit einer leichten Umsatzsteigerung im Vergleich zum Vorjahr“, so Weissenbacher.

Die sich abschwächende PKW-Nachfrage in Nordamerika und im Raum Asien-Pazifik kann dort voraussichtlich durch Zuwächse im Nutzfahrzeugsektor ausgeglichen werden. In Europa entwickelt sich die Automobilkonjunktur weiter positiv, hier bestehen Chancen und Herausforderungen durch den technologischen Wandel. In Südamerika bessert sich die konjunkturelle Lage. Die dortige Wirtschaft wächst inzwischen kräftig – allerdings ausgehend von einem niedrigen Niveau.

Im umkämpften Filtrationsmarkt ist „Mann + Hummel“ das führende Unternehmen. Dies bestätigt nach Unternehmensangaben eine aktuelle Studie des unabhängigen US-amerikanischen Marktforschungsinstituts Freedonia. Das Ludwigsburger Unternehmen konnte durch die Übernahme der Affinia Group im Jahr 2016 seine Position als Weltmarktführer ausbauen. Mit der Akquisition des nordamerikanischen Luftfiltrationsunternehmens Tri-Dim im Sommer 2018 (die BZ berichtete) bleibe „Mann + Hummel“ auf Wachstumskurs.

„,Mann + Hummel’ ist schon jetzt die Nummer 1 im Gesamtmarkt der weltweiten Filtrationsanwendungen“, so Weissenbacher. „Diese Position wollen wir stärken. Dazu müssen wir weiter wachsen, sowohl organisch als auch über Zukäufe.“

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