Ludwigsburg Erster Kontakt mit Ross und Reitern

Beim Tag der offenen Stalltür des Reitvereins Ludwigsburg-Monrepos hatten zahlreiche Kinder ihren Spaß. Besonders beliebt war das Voltigieren auf Holzpferden.
Beim Tag der offenen Stalltür des Reitvereins Ludwigsburg-Monrepos hatten zahlreiche Kinder ihren Spaß. Besonders beliebt war das Voltigieren auf Holzpferden. © Foto: Martin Kalb
Ludwigsburg / Von Susanne Yvette Walter 08.05.2018

Zum zweiten Mal ein Erfolg war der Tag der offenen Stalltür „Komm  zum Pferd“ beim Reitverein Monrepos. Er lockte viele Neugierige zum Pferd, die sich vorher vielleicht nicht getraut haben.

Die Deutsche Reiterliche Vereinigung und die Landespferdesportverbände haben den „Tag der offenen Stalltür“ ins Leben gerufen, um an einem festen Termin bundesweit unter dem Motto „Komm zum Pferd“ für das Tier und den Pferdesport zu werben. Wer möchte, kann diesen Tag für einen Ausflug in die Erlebniswelt Pferd nutzen.

Der Reitverein Ludwigsburg-Monrepos hielt am Sonntag den ganzen Nachmittag über nicht nur seine Stalltüren offen. Die engagierten Reiter dort haben auch ein facettenreiches Programm für Kinder und Jugendliche auf die Beine gestellt. Da es im Reitverein Monrepos keine kleinen Pferde oder Ponys gibt, nahmen viele ihren Mut zusammen und versuchten ihr Glück als zukünftige Reiter gleich auf den großen Schulpferden.

Sechs Schulpferde waren zum ersten Vollkontakt mit Kindern und Jugendlichen von insgesamt neun ausgesucht worden. Engagierte Reiter führten die Besucher bei ihren ersten Runden durch die Reithalle. „Eingeladen waren alle, die sich bisher noch nicht getraut hatten, mit Pferden auf Tuchfühlung zu gehen, eben alle, die einfach noch keine Gelegenheit hatten, sich diesen größeren Tieren zu nähern. Interessant ist dieser Tag der offenen Stalltür auch für ehemalige Reiter und andere, die Pferden schon nahe waren, sie aber in den letzten Jahren vielleicht wieder aus den Augen verloren haben“, erklärt die Vorsitzende des Reitvereins Monrepos Iris Stengele.

Mit Striegel und Bürste

Wer das Pferd hautnah erleben und es kennenlernen möchte, sollte sich nicht scheuen, es zu putzen und seinen Stall so in Ordnung halten lernen, dass es sich darin auch wohlfühlt. Deshalb hatten die Besucher im Reitverein Monrepos auch Gelegenheit, mit Striegel und Bürste erste Erfahrungen zu sammeln. Melissa Jöckel macht im Reitverein eine Ausbildung zur Pferdewirtin. „Von 70 eingestellten Pferden sind neun Schulpferde und Melissa und andere kümmern sich um die Tiere“, machte Iris Stengele deutlich.

Voltigierführung

Die angehende Pferdewirtin simulierte eine Reitstunde mit vier Pferden, um all denen, die schon länger mit Reitstunden liebäugeln, die letzte Hürde zu nehmen. Bei der anschließenden Sprungvorführung in der Halle ging es dann richtig zur Sache. Nach einem Warm up nahmen Reiter und Pferd mit links Hürden von 1,20 Metern. Ein echter Hingucker war auch die Voltigiervorführung mit zehn einheitlich gekleideten Reitern von 8 bis 18 Jahren. „Wir haben Reiterinnen dabei, die sind mit 5 Jahren zu uns gekommen, und heute kommen sie mit dem eigenen Auto“, lacht Iris Stengele und freut sich einmal mehr über die Faszination, die das Pferd ausüben kann. „Zum Glück kommen immer wieder kleine Kinder nach, sonst würde es schwierig mit den Hebefiguren.

350 Zuschauer erlebten diese Vorführung im Voltigieren, an der zehn Fortgeschrittene teilnahmen – ein Sport zwischen Reiten und Turnen. „Man sollte mit der Zeit schon in der Lage sein, auf ein galoppierendes Pferd aufzuspringen“, beschreibt die Vorsitzende des Reitvereins die Messlatte. Nach der Voltigieraufführung reizte es natürlich viele vor allem kleine Zuschauer, das auch einmal zu probieren. Deshalb wurden vier Holzpferde in die Halle gebracht. Auf denen turnten Kinder die Übungen nach, die sie gerade gesehen hatten.

„Die Resonanz auf diesen Tag der offenen Stalltür ist gut. Auch wenn wir über 40 Helfer brauchen für die Bewirtung mit Kaffee und Kuchen und um die Kinder auf den Pferden zu führen, wollen wir in zwei Jahren wieder dabei sein, denn die Aktion macht trotz Arbeit einfach großen Spaß“, betont Iris Stengele. Ob sich die Anmeldezahlen zum Unterricht dadurch steigern, bleibt zunächst noch offen.

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