Carsharing gibts in Ludwigsburg bereits, jetzt auch mit elektronischem Antrieb: Am Mittwoch haben die Stadtverwaltung und die DB-Rent die erste Elektroauto-Carsharing-Station eröffnet. An der Rückseite des Rathauses, zwischen den Gebäuden Wilhelmstraße 9 und 11, steht ab sofort ein Mitsubishi "i-miev" auf seinem, eigens für ihn reservierten Stellplatz. An der bereits bestehenden Ladestation für E-Mobile wird der Elektroflitzer, der von der Bahntochter Flinkster gestellt wird, nun dauerhaft andocken. Carsharingfans können ab sofort losdüsen.

Der Baubürgermeister der Stadt Ludwigsburg, Hans Schmid, war bei der Präsentation sichtlich begeistert: "Wir wollen als umweltfreundliche Stadt die Elektromobilität fördern." Man habe extra diesen Premiumstandort - direkt am Kulturzentrum, neben dem Rathaus und nur wenige Meter von der Innenstadt entfernt - für den elektrischen Kleinwagen gewählt, um ihn damit zu privilegieren, so Schmid.

Auch Rolf Lübke, Geschäftsführer der DB-Rent, war bei der Vorstellung dabei und pries das Gefährt an: "Ich bin ein großer Fan der Elektromobilität und fahre selbst seit über einem Jahr einen Hybrid." Vor allem die Ruhe beim Fahren sei ein ganz neues Erlebnis.

Auch die Vertreter der Stadtverwaltung, Lena Hörter und Olaf Dienelt, beide verantwortlich für den Bereich E-Mobilität, waren vor Ort, und Dienelt erklärte: "Man muss natürlich erst die Resonanz der Bürger abwarten, aber es ist schon eine weitere e-Flinkster-Station am Ludwigsburger Bahnhof in Planung." Ein Elektroauto sei indes nichts für große Strecken - nach München solle man schon den Zug nehmen - aber 100 Kilometer schaffe der Mitsubishi, bevor er wieder an die Ladestation müsse, ergänzte Rolf Lübke.

Das Prinzip von e-Flinkster ist einfach: Nach Anmeldung per Internet oder Telefon erhält man eine Zugangskarte, mit der man bundesweit jeden Flinkster-Wagen öffnen kann. "Flinkster - Mein Carsharing" verfügt nach eigener Aussage über das größte Carsharing-Netz deutschlandweit. Es gebe mehr als 800 feste Stationen, acht e-Flinkster-Modellregionen und rund 2.800 Fahrzeuge, darunter bereits mehr als 450 Elektromodelle.

So funktioniert Flinkster