Schlossfestspiele Eine erfolgreiche Künstlerbeziehung

Das Ehepaar Carrington Brown feierte bei den Ludwigsburger Schlossfestspielen Zehnjähriges.
Das Ehepaar Carrington Brown feierte bei den Ludwigsburger Schlossfestspielen Zehnjähriges. © Foto: Martin Kalb
Ludwigsburg / Bettina Nowakowski 09.06.2018

Am Anfang war „Joe“. Das Cello, erbaut 1781, „begrüßte“ das Publikum stilecht solo auf der Bühne des barocken Schlosstheaters stehend und ließ in seiner „Ansprache“ sein bisheriges musikalisches Leben Revue passieren. Bis zu dem Moment, in dem es zu Rebecca Carrington und ihrem Ehemann Colin Brown kam: „Seit 10 Jahren haben wir eine Ménage à trois“, so Joe.

Das Musiker-Comedy-Duo präsentierte vor ausverkauftem Haus bei den Ludwigsburger Schlossfestspielen sein Jubiläumsprogramm „10“. Zehn Jahre gemeinsam auf der Bühne, seit zehn Jahren wohnhaft in Deutschland und seit zehn Jahren verheiratet. Genügend Stoff für einen unterhaltsamen Abend mit charmant witzigen Dialogen, trockenem, britischen Humor und musikalischem Ausnahmetalent.

Fester Platz

Beim Publikum haben sich Carrington-Brown mit ihrer besonderen Performance ihren festen Platz erobert. Begeisterung gibt es bei den Zuschauern beim „Der, Die, Das-Song“, eine von Rebecca Carrington gesungene Grammatikeinlage über die Tücken der deutschen Sprache. Colin Brown, der schon mit der Royal Shakespeare Company auftrat, zählt im „Shakespeare-Lied“ sämtliche Werke des großen Schriftstellers auf – auf Deutsch. Manchmal gehen die Dialoge haarscharf am Klamauk vorbei, dann aber wieder wird man verzaubert, zum Beispiel wenn Rebecca Carrington auf dem Cello eine Hommage an Astor Piazzolla spielt.

Einer der Höhepunkte des Abends: Die absolut berührende und sensationell gesungene und choreografierte Interpretation von „Sick of Home Blues“. Mit einem „Opera Medley“ und einem „Best of 10 Jahre Carrington-Brown“ zeigte das kongeniale Duo seine ganze Bandbreite an musikalischem Können. Man kann sich schon auf die nächste Saison freuen: Da bringt das Duo zusammen mit Cello Joe die „kleinste Operette der Welt“ als Uraufführung zu den Ludwigsburger Schlossfestspielen mit.

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