Ludwigsburg Eine der schwierigsten Baustellen

Ludwigsburg / UWE MOLLENKOPF 30.11.2013
Parallel zur Aufwertung des Marstallcenters saniert die Stadt das Umfeld. Losgehen soll es Ende Januar mit der Charlottenstraße.

Achim Leban, Leiter der Abteilung Straßenbau im Ludwigsburger Rathaus, weiß, was auf ihn zukommt. Das Marstallcenter werde "eine der ambitioniertesten Baumaßnahmen, die wir in Ludwigsburg durchführen", meinte er am Donnerstag im Bauausschuss. Der Grund: Während am Gebäude selbst die ECE loslegt, gestaltet die Stadt teilweise parallel die Umgebung um. Somit entsteht eine Großbaustelle mit enormem Koordinierungsbedarf, was Zufahrten, Lagerung von Abbruchmaterial, Platz für Baustellenfahrzeuge und Rücksichtnahme auf die Anwohner anbelangt. "Das wird eine logistische Herausforderung", war sich auch Baubürgermeister Michael Ilk bewusst.

Losgehen soll es Ende Januar mit der Charlottenstraße im nördlichen Umfeld des Marstallcenters. Der Bauausschuss stimmte der Vergabe der Arbeiten - als Empfehlung an den Gemeinderat - mit einer Gesamtsumme von 2,8 Millionen Euro an die Firma Wolff & Müller zu. Bis Ende 2014 sollen die Arbeiten abgeschlossen sein. Die Stadt will unter anderem die jetzige Stützmauer und den Tunnel am Marstallcenter beseitigen, einen neuen Kreisel und eine Anlieferungszone errichten sowie eine "Stadtterrasse" mit Blick auf die Untere Stadt bauen.

2015 soll es dann in der Bauhofstraße weitergehen, für deren Umgestaltung die Stadträte die Aufstellung eines Bebauungsplans billigten. Die Stadt plant hier auch einen Neubau in energetisch optimierter Holzbauweise, in dem Studentenwohnungen und Büros für Existenzgründer denkbar sind. Die Stadträte sehen dazu allerdings noch Diskussionsbedarf.

Der Entwurfsbeschluss zur Erneuerung des Reithausplatzes im Süden des Marstallcenters soll im Januar gefasst werden. Die Stadt will hier gestalterisch die Fußgängerzone nach unten weiterführen, der Brunnen soll versetzt werden, kündigte Stadtplaner Martin Kurt an. Ein Teil der Bäume könne erhalten werden. Probleme bereitet den Planern derzeit noch das Wasser. Denn so wie die Besucherströme wieder fließen sollen, fließt auch dieses bei Unwettern Richtung Marstallcenter. Über eine gute Lösung, um es abzufangen, werde derzeit noch nachgedacht, berichtete Kurt.