Ludwigsburg Drogenprozess: Staatsanwalt fordert siebeneinhalb Jahre Haft

Ludwigsburg / WIC 14.08.2014
Nach viermonatiger Verhandlung hat der Staatsanwalt im zweiten großen Ludwigsburger Rauschgiftprozess vor dem Stuttgarter Landgericht gegen zwei 38- und 46-jährige Männer aus dem Kosovo Haftstrafen von jeweils siebeneinhalb Jahren beantragt.

Nach viermonatiger Verhandlung hat der Staatsanwalt im zweiten großen Ludwigsburger Rauschgiftprozess vor dem Stuttgarter Landgericht gegen zwei 38- und 46-jährige Männer aus dem Kosovo Haftstrafen von jeweils siebeneinhalb Jahren beantragt. In seinem Plädoyer weist der Ankläger die Beteuerung der Beschuldigten, es habe sich nur um Scheingeschäfte und um "Streckmittel" gehandelt, zurück.

Seit dem 9. April verhandelt die 5. Große Strafkammer am Stuttgarter Landgericht gegen die beiden Männe. Sie sollen - zusammen mit anderen Beschuldigten - von Januar bis Mai 2011 Rauschgift aus den Niederlanden zuerst nach Dänemark und von dort aus dann weiter nach Ludwigsburg, Zuffenhausen und Stuttgart gebracht und hier Abhängige damit versorgt haben (wir berichteten). Dass es nicht wie zunächst gedacht, nur ein Acht-, sondern sogar ein 20-Kilo-Drogengeschäft war, vermutete die Staatsanwaltschaft, konnte dies aber letztlich nicht nachweisen. In seinem gestrigen Plädoyer betonte der Ankläger aber, dass zumindest das Acht-Kilo-Geschäft gelaufen sei.

Nach den Plädoyers der Verteidiger soll am 22. August das Urteil gesprochen werden.