Ludwigsburg Die Jugend soll sich einmischen

BZ 30.11.2013
"Mitmischen - Einmischen - Aufmischen? Beteiligung von Kindern und Jugendlichen" lautete das Thema beim Kinder- und Jugendhilfetag am Freitag im Kreishaus.

Vor rund 260 Teilnehmern des Kinder- und Jugendhilfetags im Kreishaus sagte Landrat Dr. Rainer Haas bei der Eröffnung, Mitwirkungsmöglichkeiten könnten der nachwachsenden Generation deutlich machen, "dass es im demokratischen System und in der eigenen Lebenswelt wichtig und notwendig ist, sich einzumischen - und dass diese Einmischung erfolgreich sein kann". Diese Erfahrung erhöhe wiederum die Chance, sich mit dem eigenen Lebensumfeld - Kommunen und Einrichtungen - zu identifizieren.

"Wenn Erwachsene Kinder und Jugendlichen als Expertinnen und Experten in eigener Sache ernst nehmen, gewinnen sie wichtige Erkenntnisse und Einsichten in die Lebenswirklichkeit der jungen Generation. Planungen, Entscheidungen und Hilfsangebote können so besser darauf abgestimmt werden", sagte der Chef der Kreisverwaltung. Die Jugendhilfe müsse sich diesem Thema stellen.

Danach referierte Prof. Dr. Werner Lindner vom Fachbereich Sozialwesen der Jenaer Ernst-Abbe-Fachhochschule über "Partizipation zwischen Anspruch und Wirklichkeit".

An Informationsständen und in insgesamt zehn Workshops beschäftigten sich die rund 260 Teilnehmer des Kinder- und Jugendhilfetags - Fachkräfte aus Kindertagesstätten, Jugendarbeit, Jugendsozialarbeit, Erziehungshilfeeinrichtungen, Beratungsdiensten, dem Allgemeinen Sozialen Dienst und den Schulen - mit den praktischen Aspekten des Themas. Bei der Veranstaltung in den Räumen des Landratsamtes hatten Fachkräfte, die hauptamtlich in der Kinder- und Jugendhilfelandschaft und an Schulen im Landkreis tätig sind, die Gelegenheit, sich über Fachgebiete und Berufsfelder hinweg mit aktuellen Themen der Jugendhilfe zu beschäftigen, sich über aktuelle Entwicklungen auszutauschen und neue Kontakte zu knüpfen.