Schau Die ganze Vielfalt der Kunst bei den „Festspieltagen“

Künstlerisch arbeiten mit Holz – auch das gab es bei den „Festspieltagen“.
Künstlerisch arbeiten mit Holz – auch das gab es bei den „Festspieltagen“. © Foto: Richard Dannenmann
Ludwigsburg / Günther Jungnickl 16.07.2018

Mit ihrer 30-minütigen Powershow hatte Tanzlehrerin Maria Rizov-Cultrera an diesem Samstagnachmittag vor allem die jugendlichen Besucher in der Reithalle begeistert. Wovon deren  Spontanjubel bei besonders geglückten Passagen und gelegentliche Entzückungsschreie zeugten. Aber auch manche der erwachsenen Zuschauer ließen sich von besonders heißen Passagen der Non-Stopp-Show im Rahmen der „Festspieltage“ der Kunstschule Labyrinth in Ludwigsburg zu rhythmischem Klatschen hinreißen.

Denn die rund drei Dutzend Streetdancerinnen bewiesen mit ihrer ausgefeilten Choreographie nicht nur Stehvermögen und jede Menge Talent, sondern vor allem, dass Hiphop einfach ungeheuren Spaß macht. „Lyrical, Ladystyle und New Style“ hatte ihre Trainerin Maria diese Schau überschrieben und am Ende – als dann auch alles prima geklappt hatte – hätte sie am liebsten jedes ihrer Mädels einzeln geknuddelt.

Innenhof für die Kinder

Streetdance und Ballett sind nur zwei Säulen im breiten Angebot der Kunstschule Labyrinth, die ihre Domizile in Ludwigsburg (Karlskaserne) und in Bietigheim-Bissingen (Schloss) hat. Wer am Wochenende Zeit und Muße hatte, sich davon ein Bild zu machen, konnte sich davon an den beiden Festspieltagen in der Karlskaserne überzeugen. Und zwar nicht nur vom Bühnenprogramm, wo neben Hiphop, Ballett und Zirkus und noch Theater gespielt wurde: „Momo“ nach dem Kinderbuch von Michael Ende als Projekt für Kinder ab acht Jahren und die Slapstick-Comedy „Zur Gürke“ mit der Gruppe „Schauspieltraining“ von Maria Levenstein.

Gleich nebenan erinnerte eine Ausstellung daran, dass Ludwigsburg just in diesem Jahr sein 300.  Stadterhebungsjubiläum feiert. Gezeigt wurden dort  interessante Arbeiten von Kindern zwischen 4 und 14 Jahren aus den Jahreskursen von Mark Knüttgen, Sybille Proksch und Heike Grüß zum Thema „Wie Kinder ihre Stadt erleben“ an den Seitenwänden sowie im Mittelteil unter dem Titel „Die Zukunft ist jetzt!“ das Kooperations-Projekt des Stadtarchivs mit der Klasse 9 der Elly-Heuss-Knapp-Realschule und der Klasse 10 des Mörike-Gymnasiums sowie  dem Team der Kunstschule Labyrinth.

Aber der ganze Innenhof der Karlskaserne war den Kindern gewidmet: Da durfte an der Staffelei gemalt und mit Holz und Gips gebastelt werden, das Spielmobil des Stadtjugendrings war dort platziert worden und es gab sogar eine kleine Druckerei.

Wegen des -Fußball-WM-Finales von Russland und des samstäglichen Ludwigsburger Citylaufs (Berichterstattung in dieser Ausgabe war die Traditionsveranstaltung eigens auf 12 bis 16 Uhr vorverlegt worden. Doch auch die hochsommerliche Hitze sorgte dafür, dass das Interesse am Angebot des Kunstzentrums an diesen beiden Tagen litt.

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