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Stuttgart 21
Ludwigsburg / Susanne Yvette Walter

Das Thema Mobilität ist in aller Munde, natürlich in vorderster Linie bei den Grünen. Beim Neujahrsempfang des Kreisverbandes der Partei in der Musikhalle Ludwigsburg sprach Verkehrsminister Winfried Hermann über seine Sicht der Dinge, was Entwicklungstendenzen zum Thema Mobilität angeht. Im Kern ging es um verschiedene Mobilitätsformen.

Winfried Hermann ging auf die aktuellen Herausforderungen der Verkehrspolitik ein und nahm dabei Themen wie Stuttgart 21, Tempolimit, Dieselskandal, Verbesserungen im regionalen Bahnverkehr und ähnliches ins Visier. Er betonte die Wichtigkeit eines gut ausgebauten ÖPNV und wies auf die Zukunft des autonomen Fahrens hin.

Vor dem Gebäude gegenüber des Ludwigsburger Bahnhofes hatten sich Stuttgart-21-Gegner versammelt. Der Minister blieb die ganze Veranstaltung über und vor allem danach im Gespräch mit einzelnen, auch mit Kritikern seiner Politik, aufgeschlossen. Eine junge Frau mit Transparent wollte ihm Fragen zu Stuttgart 21 stellen. Als sie das Transparent draußen abstellte, stellte sich der Minister ihren Fragen.

Anderen ging es um den Ausbau der Stadtbahnnetzes. Winfried Hermann konnte sich beim Neujahrsempfang der Grünen über viele Sympathien freuen. Pressesprecherin und Moderatorin Swantje Sperling brachte in ihrer Begrüßung den Valentinstag und den Verkehrsminister zusammen und fand mehr als nur die Parallele des anfänglichen Buchstaben V. „Einer der vorgeschlagenen Valentine als Namensgeber zeigte extrem viel Zivilcourage. Die zeigt unser Verkehrsminister auch“, erklärt Swantje Sperling. „Ich finde es schon krass, was dieser Mann einstecken muss an Kritik allein wegen des Dieselskandals“, betonte sie und ergänzte: „Er kämpft mit so viel Mut und die, die den Dieselskandal zu verantworten haben, leben einfach ihr luxuriöses Leben weiter. Oft fällt das Wort Zivilcourage im Zusammenhang mit Winfried Hermann, nicht ohne Grund“, erklärt sie. „Der könnte auch sagen, das war es jetzt mit meinem Einsatz als Minister, ich gehe lieber Fische züchten“, sagte sie offen ihre Meinung.

Joris Drüppel, Vorsitzender der Grünen-Jugend, sprach davon, wie gut der Nachwuchs innerhalb der Grünen aufgestellt sei und machte sich stark für eine noch fahrradfreundlichere Verkehrspolitik. „Bei anderen Parteien greift beim Neujahrsempfang nicht die politische Jugend zum Mikrofon, aber uns war das sehr wichtig“, erklärt Swantje Sperling.

Drüppel schlug den Bogen zur Verleihung des Armin-Zeeb-Preises. „Zeeb war einer unserer verstorbenen Kreisräte. Er verstarb sehr überraschend bei einer Herz-Operation“, erklärte die Pressesprecherin.

Gleich zwei ehrenamtlich in Ludwigsburg arbeitende Organisationen freuen sich über die Verleihung des nach Zeeb benannten Preises, an den ein Preisgeld von jeweils 500 Euro gekoppelt ist. Einmal, so Drüppel, ist das die Ludwigsburger Fahrradinitiative, die sich für den Ausbau von Radwegen und für den Weg mit dem Fahrrad in die Schule und ins Büro stark macht, und zum anderen bekommt der Hospizverein Schwieberdingen diese Auszeichnung verliehen.