Kindertheater Der erste Fall des Kalle Blomquist

„Kalle Blomquist“ feierte Premiere.
„Kalle Blomquist“ feierte Premiere. © Foto: Martin Kalb
Ludwigsburg / Susanne Yvette Walter 18.06.2018

Wer durch die Pforte im Clussgarten tritt, den erwartet sattes Grün, ein Sommerhäuschen aus Holz, ein Baumhaus für Kinder und jede Menge neugierige Kinder und Eltern auf der Zuschauertribüne. Am Samstagnachmittag will es dort bei der Theaterpremiere der schlaue Kalle Blomquist genau wissen und legt sich mit seiner Freundin Eva-Lotta ganz im Stil von Kinderbuchautorin Astrid Lindgreen auf die Lauer nach dem Juwelendieb.

Die Darsteller Sasha Bornemann, Johanna-Friedericke Krüger, Stefan Müller-Doriat und Ronja Schweikert geben alles, um das Kinderstück im Original so lebendig werden zu lassen wie die literarische Vorlage. Da sind die beiden Zirkus-Gründer Kalle und Eva-Lotta. Sie gehen zugleich Kalles detektivischer Spürnase nach und legen mit viel Geschick, Tricks und Raffinessen dem suspekten Onkel Einar, der zufällig zu Besuch vorbei kommt, am Ende das Handwerk.

Große Spannung

Kein Auge lassen Kinder und Erwachsene vom Bühnengeschehen und verfolgen mit, wie sich Onkel Einar nach vielen Jahren wieder plötzlich im Sommerhaus der Familie wiederfindet und Kalles Tante Mia um den Finger wickelt. Schnell bekommen die Spürnasen mit, wie Onkel Einar etwas verstecken will, eine Kassette, die bis zum Rand mit Juwelen und Perlenketten gefüllt ist. Sie folgen ihm in die dunkle Burgruine und im Publikum kann man vor  Spannung die berühmte Stecknadel fallen hören. Das Bühnengeschehen ist so dicht gewoben, dass man keinen Blick von der Handlung lässt. Die Akteure mimen für Kinder Charaktere, die Werte vermitteln wie Unerschrockenheit, Klugheit, Ideenreichtum und Ehrlichkeit. Furchtlos und trickreich ermitteln Kalle und Eva-Lotta. Am Ende stellt der Dorfpolizist den Räuber und die Welt in dem kleinen schwedischen Dorf ist wieder in Ordnung. Viel spannender als nur den Vorbildern James Bond oder Sherlock Holmes nachzujagen, ist es für Kalle, selbst einen Verbrecher zu stellen. Das bedeutet für ihn den persönlichen Durchbruch als Detektiv, der schon nach dem ersten Fall ein begeistertes Fanpublikum hat.

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