Ludwigsburg Das verdeckte Schreiben in der Nazi-Diktatur

Ludwigsburg / BZ 24.11.2015

Die Ausstellung "Zwischen den Zeilen? Zeitungspresse als NS-Machtinstrument" im Staatsarchiv Ludwigsburg wird am Donnerstag, 26.November, 19 Uhr, eröffnet. Dabei gibt es laut Mitteilung aus dem Staatsarchiv einen Vortrag von Professor Dr. Bernd Sösemann zum Thema "Der publizistische Kampf gegen die NS-Diktatur - Schwierigkeiten des verdeckten Schreibens". Die Ausstellung im Staatsarchiv wird bis zum 18. März gezeigt.

Das Staatsarchiv teilt zum Inhalt der Ausstellung mit: Die Nazis etablierten schon früh eigene Zeitungen und sicherten sich gleichzeitig die Unterstützung nationalkonservativer Blätter. Nach der Machtübernahme 1933 betrieben die Nationalsozialisten entschlossen die "Gleichschaltung" der Presse: Zeitungen wurden verboten, unliebsame Journalisten verfolgt, die Berufsverbände reglementiert und die Berichterstattung gelenkt, Verlage wurden enteignet.

Die von der Stiftung "Topographie des Terrors" in Berlin konzipierte Ausstellung zeigt, wie die NS-Diktatur die deutsche Presselandschaft veränderte, und fragt, welche Denk- und Handlungsspielräume es für Verleger, Journalisten und Leser gab. Die Ausstellung wird begleitet von einem umfangreichen Rahmenprogramm, das im Internet ständig aktualisiert wird. Das Staatsarchiv Ludwigsburg ergänzt die Ausstellung durch eine Onlinepräsentation.