Digitalisierung Das richtige Werkzeug im digitalen Wandel

Das Foto zeigt das erste „Hahn + Kolb“-Warenhaus in der Tübinger Straße in Stuttgart.
Das Foto zeigt das erste „Hahn + Kolb“-Warenhaus in der Tübinger Straße in Stuttgart. © Foto: Hahn + Kolb
bz 15.09.2018

Ein 120-jähriges Bestehen ist kein Jubiläum, weshalb der runde Geburtstag des Werkzeug-Dienstleisters und Systemlieferanten „Hahn + Kolb“ in Ludwigsburg auch eher ohne großes Feuerwerk begangen wird.  Der Jahrestag bietet aber Gelegenheit, auf  die Anfänge des Unternehmens und den radikalen Wandel der Branche, der Anforderungen und natürlich des Geschäfts zu blicken, denn „Hahn + Kolb“  ist heute nach eigenen Angaben weltweit führend in seinem Bereich – und das aus gutem Grund, sieht sich sich der Vertriebsspezialist doch als „Vorreiter für digitale Handelslösungen“.

Konsequent digital

Dabei setzt „Hahn + Kolb“ nach eigenen Angaben auf enge Kundenbindung. Ein Prinzip, das schon für die Gründer zum Erfolgsrezept wurde. „Deshalb müssen wir unsere Angebote und Dienstleistungen kontinuierlich prüfen und weiterentwickeln. Was in den 30er-Jahren unsere Warenhäuser in Stuttgart und München waren, sind heute unser Onlineshop und intelligente Industrie-4.0-Anwendungen. Heute kommt keine Kunde mehr vorbei, um sich das Produktangebot im Regal anzusehen. Stattdessen präsentieren wir ihm unser gesamtes Sortiment auf Abruf, wo immer er sich gerade befindet“, erklärt Katrin Hummel, Geschäftsführerin bei „Hahn + Kolb“.

Gegründet 1898 von Hermann Hahn und Adolf Kolb in München, etablierte sich das Unternehmen schnell zum Spezialisten für Werkzeuge und Maschinen. Mit einem Gespür für Innovationen gründete Hermann Hahn 1913 eine Fabrik für Drehautomaten, die noch immer als Index-Werke mit Sitz in Esslingen erfolgreich CNC-Maschinen herstellt. Die Basis für das Wissen im Spezialmaschinenbau war gelegt.

2013 bezog „Hahn + Kolb“ die neue Firmenzentrale in Ludwigsburg – in einem „architektonischen Meisterwerk“ auf einem 48 000 Quadratmeter-Grundstück.

„Hahn + Kolb“ ist international aufgestellt, beschäftigt rund 800 Mitarbeiter und erzielte 2017 einen Umsatz in Höhe von 285 Millionen Euro.

Als erster Werkzeug-Händler überhaupt veröffentlichte „Hahn + Kolb“ bereits 1997 seinen Katalog mit damals schon tausenden Artikeln im Internet. Um die Beschaffungsprozesse möglichst schlank und effizient zu gestalten, wird konsequent in digitale Lösungen für die Industrie 4.0 investiert. Das Ergebnis sind intelligente und autarke, sich selbst verwaltende Beschaffungsmodule oder individuelle E-Kataloge, die für jeden Bedarf die passende Industrielösung bieten. Unter anderem haben die Kunden die Möglichkeit, den Onlineshop von „Hahn + Kolb“ mit inzwischen 70 000 Artikeln individuell zu einem persönlichen E Katalog zu konfigurieren.

Auch im Bereich Additiver Fertigung ist der Werkzeug-Dienstleister aktiv. Seit mehreren Jahren führt „Hahn + Kolb“ ein im 3D-Druck hergestelltes Spannfutter im Sortiment. Kürzlich wurde ein industrieller 3D-Drucker ins Programm aufgenommen.

Zurück zur Startseite Zum nächsten Artikel