Umbau Ausschuss: Kreissparkasse kann erweitern

Ludwigsburg / Uwe Roth 30.06.2018

Die Kreissparkasse (KSK) ist am Donnerstag mit ihrem Erweiterungsplan an ihrem Hauptsitz in Ludwigsburg einen entscheidenden Schritt vorangekommen: Der Bauausschuss des Gemeinderats hat nach zahlreichen Diskussionsrunden dem vorgelegten Entwurf einmütig bei einer Enthaltung zugestimmt. Dieser sieht im Wesentlichen vor, drei Gebäude entlang der Schillerstraße abzureißen und durch einen Gebäudekomplex mit Ladengeschäften, Büros und einigen Wohnungen zu ersetzen. Außerdem ist eine dreigeschossige Tiefgarage vorgesehen (die BZ berichtete). Die Vorverhandlungen dazu haben insgesamt 15 Jahre gedauert, wie es in der Sitzung von Seiten der KSK-Vertreter hieß. Baubürgermeister Michael Ilk kündigte an zu prüfen, ob eine Baugenehmigung ohne Änderung des Bebauungsplans erteilt werden könne. Dazu müssten aber einige Ausnahmen von den baurechtlichen Vorgaben erlaubt werden. Ilk geht nach seinen Worten davon aus, dass dies juristisch möglich sein wird, so dass die Kreissparkasse im nächsten Jahr mit den Bauarbeiten beginnen kann.

Keine Lösung für Tiefgarage

In die Verhandlungen der KSK mit der Stadt um einen zusätzlichen Erweiterungsbau war Schwung gekommen, als der Sparkassenvorstand anbot, eines der drei Parkdecks für die allgemeine Öffentlichkeit zugänglich zu machen. Dies würde der Stadt ermöglichen, den Arsenalplatz für eine Grünanlage autofrei zu bekommen, ohne dort zuerst eine Tiefgarage bauen zu müssen.

Die Forderung, die Parkplätze an dieser Stelle nicht ersatzlos wegfallen zu lassen, war von CDU und den Freien Wählern erhoben worden. Die SPD begrüßte in der Ausschusssitzung die Entwürfe, wies aber darauf hin, dass sich nach den aktuellen Plänen für die Tiefgarage keine Lösung abzeichne. Fraktionschefin Margit Liepins vermutete, dass für eine Umsetzung schlicht der Platz fehle. Dass das KSK-Bauvorhaben auch wie beabsichtigt der Innenstadtentwicklung diene, sei damit weiterhin nicht in trockenen Tüchern.

Eine Frist von fünf Wochen

Die Kreissparkasse hatte auf Wunsch des Gemeinderats einen städtebaulichen Ideenwettbewerb durchgeführt. Auch der Gestaltungsbeirat war einbezogen worden. Dass sich Architekten mit dem bereits dicht bebauten Areal schwertun, hätten die eingereichten Arbeiten gezeigt, so Stadtplanerchef Martin Kurt. Sie hatten allerdings auch nur knapp fünf Wochen Zeit, ihre Ideen in einen Plan umzusetzen. Lediglich fünf Arbeiten sind eingereicht worden. Statt eines ersten Platzes hat es zwei Zweitplatzierte gegeben.

Diese mussten im Auftrag der Wettbewerbsjury von einem weiteren Planungsbüro optimiert werden. Dies übernahm das Büro KBK, das schon länger eng mit der Kreissparkasse zusammenarbeitet. Neben einer anderen Fassadengestaltung nutzt der KBK-Entwurf vor allem die maximal zulässige Bauhöhe aus.

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