Kartoffelschau Auf die Zubereitung kommt es an

Beate Ramminger-Guderlei.
Beate Ramminger-Guderlei. © Foto: Foto Ramminger Guderlei
Ludwigsburg / Ifigenia Stogios 15.02.2018

Eigentlich gilt sie als Fettmacher, doch eine durchschnittliche Kartoffel „beinhaltet nur 0,01 Prozent Fett“, sagt Beate Ramminger-Guderlei, stellvertretende Leiterin des Ernährungszentrums Mittlerer Neckar.

Sie konzipierte die Kartoffelschau, die dort bis 2019 zu sehen ist. Die Anzahl der Kalorien hängt von der Zubereitung ab, betont sie. Während Pellkartoffeln kaum Fett enthalten, sind Chips sehr fetthaltig. Und was noch eine wichtige Rolle für den Fettgehalt spielt: „Wie die Kartoffeln geschnitten werden: Große Stücke saugen weniger Fett beim Braten auf.“

Im Januar ist das Ernährungszentrum in die Hindenburgstraße neben das  Landratsamt umgezogen. In dem Gebäude Auf den Wasen, in dem das Ernährungszentrum zuvor untergebracht war, sind nun Büros, die sich mit Beratung und Betreuung von Flüchtlingen befassen.

Die Leiterin des Ernährungszentrums Johanna Ott freut sich über die neuen Räume. Die Küche im alten Standort war eine aus den 1960er-Jahren, die immer wieder erneut werden musste, sagt sie. Die jetzige Küche ist modern. Dort steht ein spezieller Tisch. „Der ist niedrig, damit auch Rollschulfahrer gut arbeiten können“, sagt Guderlei-Ramminger.

Drittklässler, Realschüler und Gymnasiasten haben sich bereits an der Kartoffel-Schau beteiligt. „Und eine Gruppe von sozial schwachen Frauen war da“, so Ramminger-Guderlei. Sobald eine Klasse kommt, wird sie in zwei Gruppen aufgeteilt. Die eine geht in die Küche und die andere bekommt Arbeitsblätter und schaut sich die Stationen der Ausstellung an.

Informiert wird über Kartoffelbau, Sorten, Lagerung, Inhaltsstoffe und Fettgehalt. Jede Gruppe muss einen Vortrag halten über das, was sie gelernt hat. Ramminger-Guderlei legt großen Wert auf die Didaktik: „Hier findet kein Frontalunterricht statt.“

Kartoffelgerichte zubereiten

Währenddessen kocht die zweite Gruppe in der Küche verschiedene Gerichte wie etwa Kartoffelsuppe, Brei und Backofenkartoffeln. Bunte Poster, Diagramme, eine Ernährungspyramide und sämtliche interaktive Spiele machen die Ausstellung alles andere als langweilig und sind der jeweiligen Altersgruppe entsprechend konzipiert. „Die Stationen für Kinder und Jugendliche sind nicht dieselben“, so Guderlei-­Rammert.

Die Besucher bekommen nützliche Tipps über die Lagerung von Kartoffeln: Am besten im Dunkeln und bedeckt lagern, so die Ernährungsberaterin. Außerdem Kartoffeln mit langen Keimen wegwerfen, denn die beinhalten den Giftstoff Solanin. Und Guderlei-Rammert empfehlt Müttern Kartoffeln sorgfältig zu schälen, wenn sie für Kleinkinder kochen. „Die Kartoffel ist ein ganz tolles und gesundes Lebensmittel“, so Guderlei-Ramminger.

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