Zu der rund 40-köpfigen Delegation der SPD aus Baden-Württemberg, die mit für das Rekordergebnis von Martin Schulz bei der Wahl zum neuen Parteivorsitzenden sorgte, gehörte auch der Ingersheimer Gemeinde- und Kreisrat Thorsten Majer. Wie alle in der SPD ist auch er überzeugter Martin-Schulz-Befürworter. „Er ist der Richtige zur richtigen Zeit am richtigen Ort“, sagte Majer der BZ. Das Rekordergebnis freut ihn, verwundert ihn aber auch nicht. Schulz sei im Gegensatz zu vielen seiner Vorgänger einer mit Stallgeruch – eine wichtige Eigenschaft für Menschen, die in der SPD etwas werden wollen. „Ihm nimmt man ab, dass er ein Konzept verfolgt, das nicht nur auf Abwarten setzt“, meint Majer, der zu den größten Vorzügen von Schulz zählt, „dass er außerhalb der Partei ernst genommen wird und zugleich das Herz des 70-jährigen Sozialdemokraten im Ortsverein wärmt“.

Majer kennt Schulz seit dieser 2009 im Wahlkampf Bietigheim besuchte. Damals sei er als Europapolitiker noch weit vom Schulz-Effekt entfernt gewesen, erinnert sich Majer. „Viele hatten Zweifel, ob Schulz die Kelter in Bietigheim füllen wird. Er hat es damals schon geschafft.“

Jetzt kann Majer nur zuversichtlich davon ausgehen, „dass die 100 Prozent auch bis September noch hinter dem Vorsitzenden und Kanzlerkandidaten stehen“.