Ludwigsburg 31 Künstler aus der Region

Im Kreishaus sind auch zwei Gemälde des Bietigheimer Künstlers Roland Bentz ausgestellt.
Im Kreishaus sind auch zwei Gemälde des Bietigheimer Künstlers Roland Bentz ausgestellt. © Foto: Martin Kalb
Ludwigsburg / Heidi Vogelhuber 14.09.2018

Es klingt wie eine Leistungsschau. Das könnte es auch sein, denn es stellt sich die Frage wie so viele verschiedene Künstler zusammengestellt werden konnten“, sagt der Kunsthistoriker Martin Schmid in seiner Einführungsrede am Donnerstagabend im Kreishaus in Ludwigsburg. Die Rede ist von der Jahresausstellung des Verbands Bildender Künstler und Künstlerinnen Baden-Württemberg (VBKW), Region Ludwigsburg, mit dem Titel „Best of VBKW LB“.

31 Künstler, allesamt Mitglieder des Ludwigsburger Regionalverbands des VBKW, präsentieren sich noch bis zum 19. Oktober in diesem Rahmen auf den Wänden und in den Gängen des Kreishauses. Auf sechs Ebenen kann der Besucher der Ausstellung die Kunstwerke der lokalen Künstler, etwa von den Bietigheimern Roland Bentz und Dieter Kränzlein sowie dessen Tochter Patrizia oder der Sachsenheimerin Margarete Eckert-Preisser, die aktuell auch im Tender ausstellt, begutachten.

Wechselwirkungen entstehen

Dabei ergeben sich Wechselwirkungen zwischen den 128 ausgestellten Kunstwerken, die sowohl malerischer, als auch grafischer sowie plastischer Art sind. „Absichtlich und unabsichtlich“, wie Schmid sagt. Um Hängung, Präsentation und Ausleuchtung der Werke, hat sich die Kuratorin Ingeborg von Egloffstein gekümmert. Die Werkauswahl selbst, war den Künstlern selbst überlassen. Es sollte dem Titel „Best of“ gerecht werden. Das „beste Werk“ muss aber nicht das Beste per se sein, es soll für den Künstler und dessen Arbeit stehen, einen Wendepunkt im Oeuvre darstellen oder einen Einblick in eine Serie bieten. Jeder Künstler hatte gleich viel Platz zur Verfügung und musste sich daher sehr genau überlegen, was er denn nun ausstellt. Die Reihenfolge der Werke ist weder alphabetisch, „obwohl das sicherlich angemessen wäre für ein Amt“, scherzt Schmid, noch nach Materialien ausgewählt worden.

Rundgang frei wählbar

Ein roter Faden ist für den Ausstellungsbesucher nicht erkennbar, er kann seinen Weg frei wählen. Interessant ist, wie sich die Kunstwerke in ihre Umgebung einfügen, man bedenke, das Kreishaus ist immer noch eine Behörde und hat vollkommen kunstferne Aufgaben zu erfüllen. Charakteristische Uhren, schwarz umrandet und funktional, hängen über verspielten Farbverläufen auf Leinwänden. Dürre Metallskulpturen konkurrieren mit schweren Aufzugtüren, klobige Steinplastiken stehen in langgezogenen Gängen, grelle Lichtspots beleuchten Grafiken in dämmrigen Räumen. Der nächste Gang zum Amt ist durch die Ausstellung sicherlich etwas angenehmer und lädt zum Verweilen ein, auch wenn der Papierkram erledigt ist.

Info Die Ausstellung ist noch bis zum 19. Oktober im Kreishaus Ludwigsburg, Hindenburgstraße 40, zu sehen. Montag bis Mittwoch von 8 bis 16, Donnerstag bis 18 und Freitag bis12 Uhr.

Teilnehmende Künstler und Künstlerinnen

An der Ausstellung im Kreishaus sind beteiligt: Monika Adams-Steegmaier, Elke Bach, Roland Bentz, Petra Brinkschmidt, Sibylle Burrer, Cäcilie Davidis, Margarete Eckert-Preisser, Anne Eßlinger, Susanne Feix, Michaela A. Fischer, Christina Frey, Christel Friedmann, Dorothea Geppert-Beitler, Brigitte Guggenbiller, Ulla Haug-Rößler, Ulli Heyd, Walter Andreas Kirchner, Sylke Alma Klopsch, Dieter Kränzlein, Patrizia Kränzlein, Annerose Lechner, Regine Lechner-Grotz, Margit Lehmann, Angelika Lill-Pirrung, Erika Molfenter, Kersten Paulsen, Rea Siegel Ketros, Günther Sommer, Karlheinz Stoklas, Elke Zemelka, Edel Zimmer. bz

Zurück zur Startseite Zum nächsten Artikel