Weihnachtsmarkt 180 Buden angeordnet wie ein barocker Garten

Die Engel für den Ludwigsburger Weihnachtsmarkt sind schon aufgebaut.
Die Engel für den Ludwigsburger Weihnachtsmarkt sind schon aufgebaut. © Foto: Martin Kalb
Ludwigsburg / Heidi Vogelhuber 11.11.2016

Alle Jahre wieder lädt der Ludwigsburger Barock-Weihnachtsmarkt zu Glühwein, roter Wurst und Maroni ein. Dieses Jahr neuerdings auch zu veganen und glutenfreien Maisspezialitäten, lactosefreien Crêpes, Gänse- und Entenspezialitäten sowie Glühbier. „Wir wollen den Besuchern Veränderung, aber auch Bewährtes bieten“, meint Robert Nitzsche, Geschäftsführer von Tourismus & Events Ludwigsburg. Manche Marktbeschicker seien bereits seit den 1990er-Jahren dabei, andere zum ersten Mal. Gerade die Atmosphäre sei ein Alleinstellungsmerkmal des Ludwigsburger Weihnachtsmarktes. Dies sei unter anderem auch der historisch geprägten Anordnung der Stände, welche an eine barocke Gartenanlage angelehnt sei, geschuldet.

Melanie Mitna fungiert dieses Jahr erstmals als Veranstaltungsleiterin, privat sei sie allerdings schon oft auf dem Barockweihnachtsmarkt gewesen und schätze die heimelige Atmosphäre sehr. Gerade deshalb gebe es keine „Ausfransungen an den Rändern“, die Ständegrenze sei mit 180 Buden erreicht. Nitzsche ergänzt, dass auch der Gastronomieanteil nur minimal von 20 auf 22 Prozent angestiegen sei. „Wir wollen nicht nur eine einzige Fressmeile sein“, so Nitzsche. Der Zuwachs an Gastronomie sei dem angewachsenen Wunsch nach „kulinarischen Extrawünschen“ geschuldet.

Deckungsgrad: 200 Prozent

Das erwartete Publikum sei, wie jedes Jahr, gemischt. Der Tourismus boome um die Weihnachtszeit. Besucher aus ganz Deutschland, aber auch aus den europäischen Nachbarländern seien auf dem Markt vertreten. „Der Deckungsgrad des Ludwigsburger Weihnachtsmarktes liegt bei über 200 Prozent. Das heißt, wir haben doppelt so viele Einnahmen als Ausgaben. Dies macht den Weihnachtsmarkt wirtschaftlich unverzichtbar“, berichtet Nitzsche.

Die Aufbauarbeiten seien schon in vollem Gange, so Mitna. „Die charakteristischen Engel stehen schon, die Stadt wird mit Lichtern versehen, nächsten Dienstag folgen Baum und Bühne und am Tag darauf bereits die Hütten.“ Die Hunke-Baustelle bleibe leider auch zur Vorweihnachtszeit bestehen, allerdings schiebe man den großen Bauzaun an die Hausfassade, sodass dadurch die Besucher nicht behindert werden. Beate Schweickhardt, Programmreferentin von Tourismus & Events Ludwigsburg, kündigte ein vielfältiges Bühnenprogramm für Kinder und Erwachsene. Ein Highlight sei ein Vortrag über die Tradition des Räucherns am Sonntag, 27. November, um 13 Uhr. Zum Thema Sicherheit habe man sich auch Gedanken gemacht, bestätigt Mitna. „Es wird sensibilisierte Tagesstreifen geben, die zeitgleich als Informationsquelle für Besucher und als Sicherheitsbeauftragte fungieren.“ Einzäunungen, Rücksackverbote oder Taschenkontrollen wolle man allerdings nicht, um das barocke Flair und die schöne Stimmung nicht zu beeinträchtigen.

Neben dem klassischen Programmheft könne man sich 2016 bereits im dritten  Jahr infolge auch durch die kostenlose Weihnachtsmarkt-App „LB Weihnacht“ über Stände, Produkte und Öffnungszeiten informieren lassen. Neu sei ein integrierter Adventskalender, der Sonderaktionen und Vergünstigungen verspricht. „Wir hoffen auf eingezuckerte Dächer, allerdings bitte erst nach dem Aufbau“, scherzt Nitzsche.