Heidenheim Zum Abschluss noch ein „Halleluja“

Das „Leonard-Cohen-Project“ bildete mit seinem Konzert im Brenzpark den Abschluss der diesjährigen „Sommer-im-Park“-Saison.
Das „Leonard-Cohen-Project“ bildete mit seinem Konzert im Brenzpark den Abschluss der diesjährigen „Sommer-im-Park“-Saison. © Foto: privat
Heidenheim / HZ 10.09.2018
Einen musikalischen Höhepunkt hat das Trio „Leonard-Cohen-Project“ am Samstagabend zum Abschluss der diesjährigen Veranstaltungsreihe „Sommer im Park“ im Brenzpark geboten.

Sanft und berührend spielte das „Leonard-Cohen-Project“ Balladen voller Lust, Liebe, Leidenschaft und Sehnsucht. Romantisch-sentimentale Stimmung transportierte das Trio aus dem vergehenden Sommer in die nachdenkliche Zeit des Herbstes, des „Indian Summer“.

Was die drei spielten, war eine Hommage an einen der ganz Großen der neueren Musikgeschichte. Eine Verbeugung vor einem Mann, der Melancholie und Schwermut durch seine Musik zu einem erstrebenswerten Lebensgefühl gemacht hat – das Publikum dankte es mit Applaus und stehenden Ovationen.

„Songs of Love and Hate“ hieß ein Studioalbum von Leonard Cohen, und in diese frühe Phase von Cohen nahm das Trio die über 500 Besucher im Brenzpark mit. Frontman Jürgen Gutmann wusste zu jedem Lied eine Geschichte und übersetzte Textpassagen. Sauber gespielte akustische Gitarren von Thomas Schmolz und Manuel Dempfle, mit Verzicht auf technischen Schnickschnack und minimalistisch arrangiert – so brachte das Trio den authentischen Sound zur Geltung und ließ das Konzert zu einem Unplugged-Erlebnis werden.

Das Publikum summte die sanft dahingleitenden Melodien mit, manchmal auch die Texte. „So Long Marianne“ und „Bird on The Wire“ erinnerten an Cohens Lebensabschnitt auf der griechischen Insel Hydra. Rockiger und eindringlich ging es bei „First we take Manhattan“ zu. Die drei Musiker aus Ludwigsburg ließen Cohen als großen Künstler aufleben. Klar, dass da zum Schluss eines nicht fehlen durfte: „Halleluja, Halleluja . . .“ pm

Zurück zur Startseite Zum nächsten Artikel