Heidenheim Zu gefährlich: Bürger wollen Tempo 30 in WeG-Kurve

Ein großer Stein stoppte das Auto, das in der Kurve am Werkgymnasium von der Straße abkam.
Ein großer Stein stoppte das Auto, das in der Kurve am Werkgymnasium von der Straße abkam. © Foto: privat
Heidenheim / hz 11.06.2018
Ein weiterer Unfall beim Werkgymnasium bestätigt die Bürgerinitiative in der Forderung gegen den Bau.

Ein Auto landete kürzlich genau auf den Steinen, auf denen nach Schulschluss sonst Schüler sitzen. „Überhöhte Geschwindigkeit ist die Ursache der meisten Unfälle“, sagt Sebastian Hyneck, Sprecher der Bürgerinitiative „Hansegispass? Nein Danke!“. „Die Kinder hatten glücklicherweise noch Unterricht. Nur wenige Minuten später hätten sich dort sonst zahlreiche Kinder aufgehalten.“

Durch den Bau des Hansegispasses würden mehr Autos am Werkgymnasium vorbeigeleitet. Ein Gutachten im Auftrag der Stadt geht von einer Verdopplung auf 9500 Autos täglich aus. „Mehr Autos erhöhen die Unfallgefahr überproportional“, verweist Hyneck auf die Ergebnisse der Unfallforschung. Daher appellieren die Bürger an die Stadträte, bei der nächsten Entscheidung gegen den Hansegispass zu stimmen.

Oberbürgermeister Ilg kündigte an, dass er im Juni in einer Klausurtagung die Probleme beim Bau der neuen Straße besprechen möchte. „Welche Maßnahmen werden überlegt, um die Kinder der Schul- und Sportstadt Heidenheim vor Unfällen mit Autos zu bewahren?“ fragt der Sprecher.

Geschwindigkeit soll sinken

„Tempo 30, eine langjährige Forderung des WeG-Elternbeirats, am besten gepaart mit baulichen Maßnahmen zur Geschwindigkeitreduzierung wären hilfreich,“ so Hyneck. „Straßen müssten so gestaltet sein, dass überhöhte Geschwindigkeit gar nicht möglich ist.“ Aber im Gegensatz zu dieser Erkenntnis der Unfallforschung werde die Römerstraße momentan breiter ausgebaut – obwohl dort der Schulweg von vielen Kindern verläuft.

In der Vergangenheit kam es laut Bürgerinitiative im Kurvenbereich am Werkgymnasium schon mehrfach zu Unfällen: Ein Auto raste vor einigen Jahren in die Telefonzelle, schon zweimal verschoben PKW beim Aufprall die großen Steine, einer schanzte in den Fahrradständer der Schule und zuletzt landete ein Autofahrer sogar in einem Garten in der Innenkurve direkt neben der Haltestelle für den Schulbus.

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