Heidenheim Zoll: Fragwürdige Arbeitsverhältnisse in den Schloss Arkaden

Auch in den Schloss Arkaden hat der Zoll überprüft, ob die Mitarbeiter gesetzeskonform bezahlt werden.
Auch in den Schloss Arkaden hat der Zoll überprüft, ob die Mitarbeiter gesetzeskonform bezahlt werden. © Foto: Markus Brandhuber
Heidenheim / Silja Kummer 19.09.2018
Der Zoll kontrollierte 50 Betriebe in den Heidenheimer Schloss Arkaden und stieß dabei auf fragwürdige Arbeitsverhältnisse.

Der Zoll prüfte vergangene Woche in einer bundesweiten Aktion die Einhaltung des Mindestlohns. In Heidenheim waren die Zöllner in den Schloss Arkaden unterwegs. Die Beamten der Finanzkontrolle Schwarzarbeit, Standort Aalen, haben in dem innerstädtischen Einkaufszentrum 50 Unternehmen überprüft. 114 Personen wurden persönlich befragt und füllten einen Personenerfassungsbogen aus. Daraus ergaben sich verschiedene Verdachtsmomente.

In vier Fällen wurde gegen die Sofortmeldepflicht in der Gastronomie verstoßen. Mitarbeiter müssen eigentlich angemeldet werden, bevor sie die Arbeit antreten. Wenn dies nicht geschehen ist, wird ein Bußgeld von 750 Euro fällig.

In drei Fällen besteht der Verdacht auf illegale Beschäftigung. Hier wurden Personen beschäftigt, die aufgrund ihrer Staatsangehörigkeit keine Arbeitserlaubnis in Deutschland haben.

Mit 99 Beamten unterwegs

13 Mal steht der Vorwurf im Raum, Mitarbeiter könnten unterhalb der Mindestlohngrenze bezahlt worden sein. „Im gesamten Bereich, den das Hauptzollamt Ulm kontrolliert hat, bestand dieser Verdacht bei 15 Prozent der kontrollierten Personen“, erläutert Hagen Kohlmann, Pressesprecher des Zolls.

Bundesweit habe die Quote bei zehn Prozent gelegen, sagt er. Die höhere Quote im Bezirk des Hauptzollamtes Ulm führt Kohlmann auf die Dichte der Kontrollen zurück und auf die Bereiche, in denen man kontrolliert hat: „Wir waren vor allem in Einkaufscentern, Ladengeschäften, der Gastronomie und auf Wochenmärkten unterwegs“, so Kohlmann. Besonders häufig gebe es Verstöße gegen das Mindestlohngesetz in kleinen Betrieben, sagt er.

Das Hauptzollamt Ulm war mit 99 Kontrollbeamten im gesamten Bezirk im Einsatz. Die Zöllner prüften neben den Betrieben in den Schloss Arkaden auch im Alb-Donau-Center in Ehingen, in Fachmärkte und auf Wochenmärkten im Alb-Donau-Kreis, Ostalbkreis, am Bodensee und in der Region Neckar-Alb.

Bundesweit waren rund 6000 Einsatzkräfte der Finanzkontrolle Schwarzarbeit der Zollverwaltung (FKS) an der Aktion beteiligt. Es wurden insgesamt über 32 000 Personen zu ihren Arbeitsverhältnissen befragt, bei rund 4500 Arbeitgebern gab es Geschäftsunterlagenprüfungen.

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