Heidenheim Zecken-Risiko: Kein Grund zur Panik

Heidenheim / Karin Fuchs 24.01.2019
Die Zahl der FSME-Erkrankten ist im Land deutlich angestiegen, im Landkreis gab es einen neuen Fall.

An der von Zecken übertragenen Infektionskrankheit Frühsommer-Meningoenzephalitis (FSME) sind in Baden-Württemberg im vergangenen Jahr deutlich mehr Menschen erkrankt als in den Jahren zuvor.

Die Zahl der Betroffenen habe den zweithöchsten Stand seit Beginn der Meldepflicht im Jahr 2001 erreicht, teilte die Landesvertretung der Techniker Krankenkasse (TK) mit und beruft sich auf Zahlen des Robert-Koch-Instituts (RKI). Demnach wurden 2018 in Baden-Württemberg 268 Patienten gezählt und damit 87 Betroffene mehr als 2017.

Für den Anstieg ursächlich sei der Hitzesommer 2018, der die Vermehrung der Zecken begünstigt habe.

Der Landkreis Heidenheim gilt zwar auch als Risikogebiet, doch ist hier im vorigen Jahr die Zahl der Erkrankten nicht aus dem Rahmen gefallen. Laut Anja Halbauer, der Pressesprecherin des Landratsamts, wurde 2018 ein autochthoner FSME-Fall gemeldet. Das heißt: Die betreffende Person hat sich nachweislich im Landkreis durch einen Zeckenstich mit der meldepflichtigen Frühsommer-Meningoenzephalitis (FSME) infiziert, die durch Viren verursacht wird. 2017 und 2014 waren es ebenso viele gewesen, in allen anderen Jahren seit 2010 gab es hingegen keinen einzigen Fall.

Zecken übertragen neben der FSME auch eine weitere Krankheit, die Borreliose. Weil es für sie in Baden-Württemberg keine Meldepflicht gibt, ist auch keine exakte Fallzahl verfügbar. Gegen FSME kann man sich impfen, gegen Borreliose nicht.

Der Landkreis Heidenheim ist seit Längerem als FSME-Risikogebiet eingestuft. Vereinfacht gesagt, muss dafür innerhalb eines Fünfjahreszeitraums mehr als ein Fall pro 100 000 Einwohner aufgetreten sein. Berücksichtigt wird auch das Infektionsrisiko in den umliegenden Kreisen. Aus Heidenheimer Sicht sind die Kreise Günzburg, Alb-Donau, Göppingen, Ostalb und Donau-Ries ebenfalls Risikogebiete.

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