Großkuchen Großkuchen hat einen Wunschzettel mit acht Punkten

Die Ebnater Straße soll nach dem Wunsch des Großkuchener Ortschaftsrats saniert und umgebaut werden.
Die Ebnater Straße soll nach dem Wunsch des Großkuchener Ortschaftsrats saniert und umgebaut werden. © Foto: Holger Scheerer
Großkuchen / Holger Scheerer 12.07.2018
Das Großkuchener Gremium möchte von der Stadt im kommenden Jahr einige bauliche Wünsche erfüllt bekommen, die die Situation im Teilort verbessern sollen.

In Großkuchen beschäftigte man sich in den vergangenen Wochen mit der Erstellung eines kommunalpolitischen Wunschzettels, der in seiner endgültigen Fassung aus acht Punkten besteht. Ganz oben auf der Liste stehen dabei die Errichtung eines Gehwegs, sowie die Sanierung der bereits bestehenden Gehwege in der Ebnater Straße, die über eine Bushaltestelle verfügt und auch als Schulweg genutzt wird.

Ob die Stadt Heidenheim auch spielen lässt, was in Großkuchen gewünscht wird, hängt davon ab, ob die betreffenden Positionen in den dortigen Haushaltsplan für das Jahr 2019 eingehen werden oder nicht. In Großkuchen hat man in der Ortschaftsratssitzung am Dienstagabend jedenfalls beschlossen, acht Punkte anzumelden.

Baugebiet für Kleinkuchen?

Insgesamt betrachtet laufen die geforderten Maßnahmen in einem recht überschaubaren Rahmen. Angesichts der angespannten kommunalen Finanzlage äußerte man von vornherein keine utopischen Bauprojekte, sondern formulierte hart an der Grenze des Bestandsschutzes entlang. Neben der Sanierung der Ebnater Straße, haben die Ortschaftsräte (im Rahmen einer Ortsbegehung) auch einen Blick auf den Schleifweg geworfen. Autofahrern mache die Unübersichtlichkeit und Enge im Kreuzungsbereich mit der Buchstraße in hohem Maß zu schaffen. Außerdem fordert man auch hier die Errichtung eines Gehwegs.

Im vierten Punkt ihrer Liste treten die Großkuchener dem Heidenheimer Rathaus mit dem Vorschlag entgegen, in Kleinkuchen ein neues Baugebiet auszuweisen. Ortsvorsteher Josef Weber versteht das eher zögerliche Vorgehen in jenem Punkt nicht ganz, und vermutet ein obsoletes Konkurrenzdenken hinter dem Ganzen. „Aber wir machen ja niemandem Konkurrenz. Junge Familien oder andere Menschen, die hier herziehen, bleiben der Stadt ja erhalten.“ Sicher ist man sich in Großkuchen jedenfalls, dass der Bedarf nach Bauplätzen nach wie vor hoch ist.

Beim nächsten Punkt warfen sich die Ortschaftsräte für ihre zwei anderen Teilgemeinden, Nietheim und Rotensohl, in die Bresche. Diese beiden Stiefkinder des Landkreises scheinen bezüglich der Internetversorgung den Anschluss an die Zivilisation verpasst zu haben. Ein Zitat aus der Sachdarstellung des Ortschaftsrates: „In Rotensohl, insbesondere aber in Nietheim stehen nur sehr langsame Internetverbindungen zur Verfügung.“ Hier müsse dringend etwas getan werden, war man sich im Gremium einig. „Gerade heute, wo ein schnelles Internet mit den Ausschlag gibt, ob und wo sich jemand mit seinem Gewerbe ansiedelt“, so Weber, der nicht ganz nachvollziehen kann, was denn aus den vier Milliarden Euro geworden sei, die die Bunderegierung als Fördermittel zum flächendeckenden Ausbau des Breitbandnetzes zur Verfügung gestellt habe. „Wenn es schon Fördermittel gibt, so sollten diese auch abgerufen werden“, so Weber.

Feldwege in schlechtem Zustand

Im nächsten Punkt wies man auf den schlechten Allgemeinzustand der allermeisten geteerten Feldwege rund um die Gemeinde hin. Diese seien zwar im Prinzip noch begeh- und benutzbar, man wolle hier aber darauf hinweisen, dass mit einer immer weiteren Hinauszögerung ihrer Sanierung auch die zu erwartenden Kosten steigen würden. „Für vieles, was man jetzt noch mit weniger Aufwand richten könnte, müssen dann größere Summen in die Hand genommen werden“, so Weber.

Die letzten beiden Punkte des Großkuchener Wunschzettels betreffen die Schwabschule. Deren Türe, besonders aber deren Fenster hielten eigentlich nur noch durch die dicken Schichten Farbe zusammen, mit denen man sie von Zeit zu Zeit überstreicht. Auch regte man die Sanierung des WC an. Dieses funktioniere technisch betrachtet zwar einwandfrei, befinde sich aber seit dem Jahre 1961 in unverändertem Zustand. Deshalb wurde auch dieser letzte Punkt in den Forderungskatalog aufgenommen, der nunmehr offiziell der Stadt übermittelt wurde.

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