Heidenheim 1500 Masten werden geprüft: Korrosion durch Hunde-Urin?

Mit Hilfe eines Bagger wird am Masten gezogen und gedrückt. Die Messergebnisse zeigen, wie sicher der Posten steht.
Mit Hilfe eines Bagger wird am Masten gezogen und gedrückt. Die Messergebnisse zeigen, wie sicher der Posten steht. © Foto: Karin Fuchs
Heidenheim / Karin Fuchs 06.09.2018
Was Hunde-Urin mit der Sicherheit von Ampeln zu tun hat? Eine Menge, sagen die Fachleute einer Spezialfirma. Sie prüfen derzeit rund 1500 Masten im Heidenheimer Stadtgebiet.

Der Urin von Hunden ist Gift für Ampel- und Lichtmasten. Markieren die Tiere an einem Masten besonders gerne ihr Revier, dann sieht ein nagelneuer Stahlmasten nach sechs Jahren so alt aus, dass er ausgetauscht werden muss.

Das zumindest ist die Erfahrung der Mitarbeiter einer Spezialfirma, die derzeit im Auftrag der Stadt und der Stadtwerke Heidenheim mehr als 1500 Ampel- und Lichtmasten auf ihre Stabilität und damit die Verkehrssicherheit prüfen. Bei Stahl setze die Korrosion zu, bei Aluminium seien es meist Materialschäden wie Risse. Mit Hilfe eines Spezialbaggers wird am Masten gezogen und gedrückt. Ein angeschlossenes Messgerät verrät die Standsicherheit.

Note vier heißt: sofort handeln

Innerhalb von sieben Jahren werden alle 8000 Lichtmasten und Ampeln der Stadt einmal geprüft. Vergeben werden Noten von 1 bis 4. Eine Eins heißt, dass der Mast auch so steht. Bei einer Vier müssen die Auftraggeber schnell handeln. „Dort oben hatten wir so einen Fall“, zeigt der Fachmann die Marienstraße nordwärts.

Ein bis zwei Prozent aller Masten seien in der Regel marode, das sei die normale Quote bei den Prüfungen, so der Mitarbeiter. Im Falle der städtischen Ampeln musste man bisher einmal rasch handeln, teilt der Pressesprecher der Stadt mit.

Als erste Reaktion wurde der Ausleger abmontiert. Innerhalb von wenigen Tagen wird die ganze Ampel ausgetauscht.

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