Heidenheim Weiter Widerstand gegen den Hansegispass

Von der Hansegisreute aus soll die mögliche Verbindungsstraße in Richtung Römerstraße in der Oststadt führen.
Von der Hansegisreute aus soll die mögliche Verbindungsstraße in Richtung Römerstraße in der Oststadt führen. © Foto: Archiv/mb
Heidenheim / HZ 12.10.2018
Gegen die geplante Verbindungsstraße formiert sich weiter der Widerstand.

In gegenseitigem Einvernehmen positionieren sich sowohl der Arbeitskreis Heidenheim des Landesnaturschutzverbands Baden-Württemberg (LNV) als auch der Nabu-Kreisverband Heidenheim gegen die geplante Verbindungsstraße Hansegispass.

Bernd Engelhart, Sprecher des Landesnaturschutzverbandes im Landkreis Heidenheim, ist sich mit den einzelnen Naturschutzorganisationen vor Ort einig, dass ein etwaiger Bau des Hansegispasses mit seinen negativen Auswirkungen in keinerlei Relation zum etwaigen Nutzen steht. „Das zu erwartende zusätzliche Verkehrsaufkommen, verbunden mit weiterem Flächenverbrauch führt zu negativen Auswirkungen sowohl auf die Anwohner, als auch auf die betroffenen Biotope mit ihrer noch existierenden Artenvielfalt.“

Zusammen mit dem Kreisverband Heidenheim des Naturschutzbunds Nabu wurde eine erweiterte Stellungnahme gegen die drohende Naturzerstörung durch den Hansegispass erarbeitet. Diese wurde an die Untere Naturschutzbehörde im Landratsamt und an die Stadtverwaltung Heidenheim gerichtet.

Markus Schmid, Vorsitzender des Nabu im Landkreis, pflichtet bei: ,,Der Eingriff in das Waldgebiet ist naturschutzfachlich nicht zu vertreten. Die bisher vorgelegten Artenschutzgutachten sind ungenügend.“ Gemeinsam mit Sebastian Hyneck, dem Sprecher der Bürgerinitiative ,,Hansegispass - Nein danke“, appellieren sie an die Stadtverwaltung, nicht länger an Denkweisen aus den siebziger Jahren festzuhalten.

,,Wissenschaft und Bevölkerung sind bereits weiter und wollen nicht noch mehr Naturverbrauch durch zusätzlichen Straßenverkehr“, sagt Sebastian Hyneck. Auf den Hansegispass bezogen sind sich alle drei einig, dass die Zerschneidung des Waldgebiets verhindert werden müsse. Dieses sei wichtig, sowohl als innenstadtnahes Erholungsgebiet, als auch für den Arten- und Biotopschutz.

,,Mehr Straßen erzeugen mehr Verkehr - das wollen weder die Anwohner der Römerstraße und der Hansegisreute, noch die Bewohner des Osterholzes, von denen unsere Bürgerinitiative mehrheitlich getragen wird“, ergänzt Hyneck. pm

Zurück zur Startseite Zum nächsten Artikel