Heidenheim Werkgymnasium verabschiedet Werner Schölzel

Heidenheim / Kathrin Schuler 20.07.2018
Ab dem 1. August ist Schulschluss für Werner Schölzel: Der Rektor des Werkgymnasiums geht nach 40 Jahren im Schuldienst in den Ruhestand. Nachfolger ist Ralf Kiesel.

Genau vier Jahrzehnte war Werner Schölzel im Schuldienst tätig – jetzt aber nimmt der Rektor des Werkgymnasiums den Hut und verabschiedet sich zum 1. August in den Ruhestand. Wo die Zeit nur geblieben ist? „Diese Frage habe ich mir in den vergangenen Wochen tatsächlich sehr häufig gestellt“, sagte Schölzel bei seinem feierlichen Abschied am Donnerstag. Wie rasend schnell die Jahre vergangen sind, sei ihm besonders vor einigen Tagen bewusst geworden: „Ein Fünftklässler hat mir Grüße von seiner Oma ausgerichtet, die ich schon unterrichtet habe“, erzählt er – da habe er schon schlucken müssen, als ihm bewusst geworden sei, dass bereits die dritte Schülergeneration seit seinem Dienstbeginn im Anmarsch ist.

Für den Schulleiter mag die Zeit wie im Flug vergangen sein, das Werkgymnasium hat er jedoch entscheidend geprägt: 1978 kam Schölzel als Mathematik- und Physiklehrer an die Schule, die im selben Jahr in den Neubau in der Römerstraße umsiedelte. 1993 wurde er stellvertretender Schulleiter und 2006 löste er schließlich seinen Vorgänger im Amt ab. „Während Ihrer Zeit als Rektor ist es gelungen, das Werkgymnasium in seinem einzigartigen Profil als gebundene Ganztagesschule abzusichern, auch finanziell“, merkte Oberbürgermeister Bernhard Ilg in seinem Grußwort an. Werner Schölzel sei es zu verdanken, dass die Schule heute auf festen Beinen stehe und in eine sichere Zukunft blicke.

Schule und Schüler geprägt

Auch der leitende Regierungsschuldirektor Dr. Thomas Hölz hob Schölzels Tätigkeit besonders hervor: „Sie haben bei den vielen jungen Menschen, die diese Schule besucht haben, nicht nur an der Oberfläche gewirkt, sondern auch in der Tiefe.“ Die Vermittlung von Werten geschehe nicht auf Knopfdruck, sondern funktioniere nur, wenn diese den Schülern auch tatsächlich vorgelebt werden.

Mit dem Ende einer Ära beginnt zum 1. August am Werkgymnasium sogleich auch eine neue: Während Werner Schölzel am Donnerstag in den Ruhestand verabschiedet wurde, war es für Ralf Kiesel die offizielle Einführung ins neue Amt des Schulleiters. „Sie beide gehen durch dasselbe Tor, nur in eine andere Richtung“, meinte Hölz. Kiesel unterrichtet selbst bereits seit 18 Jahren am Werkgymnasium und ist seit 2006 Schölzels Stellvertreter. „Wer so ein Leuchten in den Augen hat, wenn er über seine Schule spricht, ist gewiss der richtige Mann für diesen Job“, sagte der Regierungsschuldirektor.

Und Schölzels Plan für den Ruhestand? „Der Plan ist, endlich mal keinen Plan zu haben“, sagte der scheidende Rektor zufrieden. Eine ganze Liste mit Dingen, die er jetzt machen möchte, gebe es aber trotzdem.

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