Baustellen Weniger Schlaglöcher: In welche Straßen Heidenheim 2018 investiert

Schlaglöcher, Risse und tiefe Pfützen machen die Talhofstraße zur Rumpelstrecke. Die marode Straße soll ab diesem Jahr komplett ausgebaut und saniert werden.
Schlaglöcher, Risse und tiefe Pfützen machen die Talhofstraße zur Rumpelstrecke. Die marode Straße soll ab diesem Jahr komplett ausgebaut und saniert werden. © Foto: Christian Thumm
Heidenheim / Andreas Uitz 02.01.2018
Die Stadt Heidenheim setzt die Erneuerung von maroden Straßen und Kanälen fort. Im Mittelpunkt stehen dabei die Sanierungsgebiete.

Seit sieben Jahren wird in Heidenheim Jahr für Jahr mehr in den Tiefbau investiert als an Straßen und Kanälen abgeschrieben wird. „Das führt dazu, dass wir immer weniger schlechte Straßen im Stadtgebiet haben“, so Oberbürgermeister Bernhard Ilg.

Auch 2018 will die Stadt das Programm fortsetzen: Fünf Millionen Euro sind für Straßensanierungen eingeplant, weitere drei Millionen Euro für Kanäle.

Besondere Effekte

In den Sanierungsgebieten zeigt die Erneuerung von Straßen Ilg zufolge besondere Effekte: „Von Investitionen in den öffentlichen Straßen geht eine starke Signalwirkung für private Investitionen aus.“ Will heißen: Wenn die Stadt Straßen saniert, renovieren viele Hauseigentümer ihre Immobilien.

Das wurde ganz besonders im Sanierungsgebiet Wilhelmstraße/Kastorstraße deutlich. Das Viertel wurde in den vergangenen Jahren erheblich aufgewertet. In diesem Jahr soll der letzte Abschnitt der Eugen-Gaus-Straße zwischen der Kastorstraße und der Georg-Beutler-Straße in Angriff genommen werden. Dann sind alle Straßen wieder in neuwertigem Zustand. Die Verwaltung plant mit Kosten in Höhe von 300.000 Euro für die Straße und 180.000 Euro für den Kanal.

Schwerpunkt im Hagen

Im Schnaitheimer Sanierungsgebiet Hagen geht die Straßenerneuerung ebenfalls weiter. So wird die Fabrikstraße ab der Turmstraße saniert, außerdem werden alle Versorgungsleitungen wie Gas, Wasser und Strom aber auch die Straßenbeleuchtung erneuert. Für die Straße stehen 600 000 und für den Kanal 385 000 Euro zur Verfügung.

Im Sanierungsgebiet Oststadt wurde im vergangenen Jahr der erste Abschnitt der Römerstraße saniert. Der zweite Abschnitt von der Neunhoefferstraße bis zum Eichendorffweg ist für 2018 geplant. Auch hier werden neben dem Straßenumbau die Gas-, Wasser-, und Stromleitungen sowie der Kanal und die Beleuchtung erneuert. Die Straßenbauarbeiten kosten 800 000, die Kanalarbeiten 400 000 Euro.

Zweiter Abschnitt Ziegelstraße

In der Ziegelstraße wurden im vergangenen Jahr die enormen Schäden beseitigt, die ein Starkregen hinterlassen hatte. Auch im zweiten Bauabschnitt, der in diesem Jahr folgen wird, wird die Infrastruktur erneuert, dazu gehört auch der Einbau eines Kanals mit größerem Durchmesser. Hier kostet der Kanal 400 000 Euro, die Straßensanierung ist mit 380 000 Euro etwas günstiger.

Im Zuge der Ziegelstraße wird auch der Panoramaweg saniert, Kanal und Neubau der Straße kosten insgesamt 205 000 Euro.

Große Summe für Talhofstraße

Gegenüber der Talhofstraße, die 2018 voll ausgebaut wird, wirkt dieser Betrag relativ klein. Der erste Bauabschnitt geht vom Hochbergweg bis zur Talstraße. Auch hier wird ein größerer Kanal eingebaut, außerdem werden die Versorgungsleitungen erneuert. Die Kosten für den Straßenbau belaufen sich auf 950 000 Euro, der neue Kanal kostet 640 000 Euro.

In der Straße Täle am Erbisberg soll die Entwässerung neue geregelt werden. Außerdem ist ein Vollausbau geplant, weil hier auch der Stadtbusverkehr unterwegs ist. Die Straße kostet 300 000, der Kanal 385 000 Euro.

Einheitlicher Aussehen als Ziel

Weitere Straßenbauarbeiten sind in der Ploucquetstraße vorgesehen. Der nördliche Abschnitt zwischen Christianstraße und Brenzstraße, der sich noch im alten Zustand befindet, soll erneuert werden sobald der Rohbau für den Neubau der Evangelischen Heimstiftung fertiggestellt ist.

Zweck des Umbaus ist ein einheitliches Erscheinungsbild der Ploucquetstraße. Kostenpunkt: 600 000 Euro.

Zu diesen ganzen Beträgen wird die Stadt auch noch drei kleinere Neubaugebiete erschließen. Im Mittelfeld und Stauferfeld (Oggenhausen) und Am Hardtwald (an der Giengener Straße) werden für Kanal- und Straßenbau insgesamt knapp 1,4 Millionen Euro eingeplant.

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