Heidenheim / Gudrun Degner Ein Leserbrief zu den Planungen fürs Schlachthof-Areal (“Im Osten regt sich Widerstand“, HZ vom 19. März)

Ich gehe davon aus, dass Oberbürgermeister Ilg in dem Artikel richtig zitiert wurde: Herr Ilg hat Forderungen von Bürgern als unangemessen bezeichnet.

Bei allem Respekt frage ich mich schon, welches Demokratieverständnis hinter dieser Einschätzung steht. Mir sind die Ansprachen von Herrn Ilg beim jährlichen Bürgerempfang noch sehr gut in Erinnerung: wie wichtig, wie unersetzlich bürgerliches Engagement für eine Kommune ist. Das scheint nach Einschätzung des Oberbürgermeisters wohl nur dann zu gelten, wenn es sich um unbezahlte Arbeit handelt, nicht aber, wenn die Bürger „Ärger machen“? Dass Bürgerengagement mitunter der Verwaltung „auf die Füße tritt“, liegt in der Natur der Sache. Absolut unangemessen ist, die Forderungen derer, die sich um das Erscheinungsbild eines Stadtteiles sorgen, um das Lebensumfeld der Bewohner, als unangemessen zu bezeichnen.

Gudrun Degner, Heidenheim