Heidenheim / Thomas Zeller  Uhr
In den Voith-Gesellschafterausschuss kommt Bewegung. Der zuletzt nicht mehr ganz unumstrittene Hans-Peter Keitel (71) wird das Gremium offiziell aus Altersgründen verlassen.

Ihm folgt ab März 2019 Dr. Norbert Kloppenburg nach. Der 62-Jährige ist ein ehemaliges Mitglied des Vorstands der Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW). Er wird jedoch nicht nur Keitel ersetzen, sondern auch Dr. Siegfried Dais (70), der ebenfalls aus Altersgründen ausscheidet wird.

Auch im Aufsichtsrat von Voith soll es Veränderungen geben. Kloppenburg erhält voraussichtlich einen Sitz. Neu wurde Prof. Dr. Siegfried Russwurm (55), ehemaliges Mitglied des Vorstands der Siemens AG, nominiert. Er soll künftig den Vorsitz in beiden Gremien übernehmen.

Keitel war zuletzt als unter Druck geraten. Immerhin hatte er den früheren BMW-Manager Stephan Schaller an der Spitze des Unternehmens installiert. Diese Besetzung erwies sich als ein kurzes, aber für Voith teures Missverständnis.

Beim Heidenheimer Maschinenbauer läuft nicht alles rund. Die Wasserkraft-Sparte macht Konzernchef Toralf Haag Sorgen. Der Umsatz sinkt im abgelaufenen Geschäftsjahr auf 4,2 Milliarden Euro.

Über viele Jahre hat die Stadtkasse in Heidenheim von der konservativen Bilanzierung des Voith-Konzerns profitiert.