Heidenheim / hz Am Donnerstag, 11. April, tritt Comedian Timo Wopp im Lokschuppen auf.

Am Donnerstag, 11. April, kommt um 20 Uhr Comedian Timo Wopp im Rahmen der Reihe Kulturschiene mit seinem neuen Live-Programm in den Lokschuppen.

Angekündigt als „Geisterfahrer auf den deutschen Kabarett-Autobahnen“, macht er sich in Heidenheim auf die Suche nach dem verlorenen Witz – so zumindest der gleichnamige Titel seines Programms. Denn: Timo Wopp hat einfach keinen Bock mehr. Keinen Bock mehr, heftiger zu sein als die Realität. Keinen Bock mehr, stärker zu polarisieren als die Trumps dieser Welt. Keinen Bock mehr auf – ja, worauf eigentlich? Witzig zu sein?

Ungefiltert witzig

Das mag alles ein bisschen negativ klingen, soll es aber gar nicht sein. Denn Wopp hält sich bei seiner witzigen Analyse sklavisch an sein einziges Credo: „#nofilter!“ – ungefiltert also. Das erlaubt ihm, sehr feinfühlig auf den Gefühlen wirklich aller herumzutrampeln. Gern auch auf seinen eigenen. Dabei leidet er, sehr zur Freude seiner Zuhörer, natürlich wie ein Hund.

Als Opfer öffentlichen Spottes macht er es sich jedoch nicht in der Rolle eines jammernden Über-40-Jährigen bequem. Er trauert nicht seinen verlorengegangenen Privilegien nach, stattdessen zieht er voll scharfsinniger Selbstironie in den Kampf um seine komödiantische Daseinsberechtigung, sucht gleichermaßen verzweifelt wie erfolglos nach Exit-Optionen und jagt sein Publikum dabei über neue, noch nicht plattgetrampelte Comedy-Pfade.

Bevor er sich schließlich seine kruden Statements selbst um die Ohren haut, lässt der studierte Betriebswirt und einstige Weltklassejongleur sicherheitshalber auch wieder was durch die Luft fliegen. Warum? Weil er's kann. Noch.