Schnaitheim / hz Leserbrief zum Klimawandel.

Nun wird also eine „Debatte über … Klimaschutz-Mittel … geführt“. Und Konstanz hat gar „Klimanotstand ausgerufen“ und will „sofortige Anstrengungen zum Klimaschutz leisten“. Ja, welche (Klima-)Not grassiert denn gerade in Konstanz? Die Weissagung, dass vielleicht irgendwann die Jahresmitteltemperatur um zwei Grad höher liegen könnte als in „vorindustrieller Zeit“, die als „Kleine Eiszeit“ bezeichnet wird? Will man denn die wiederhaben, als in ständig feuchtkalter Witterung Getreide auf den Feldern verfaulte und laut Vogteiberichten Grasland nichts als sumpfig und „mösig“ war? Warum beschweigen „Experten“ und Medien beharrlich, dass in allen Erdzeitaltern – ohne irgendwelche Abgase – sich das Klima immer wieder gewandelt hat und das entsprechend dem langzeitigen Wechsel von Sonnenaktivität und -stand? So war das Eozän im Mittel elf Grad wärmer als heute. Das ist das Fünffache des heute politisch gesetzten „Klimaziels“. Eine damalige Klima-Greta hätte am Nordkap unter Palmen skolstrejken können. Im späteren Pleistozän dagegen begruben Gletscher Europa, die in Gretas Schweden über zwei Kilometer hoch waren. Der große Eisschmelze um 13000 v.C. folgten die Wärme-„Optimen“ von Frühholozän, Römerzeit und Mittelalter. In ihm wuchsen bis etwa 1350 n.C. in Skandinavien und Brenztal Reben (daher heute noch „Weingarten“ genannte Gewanne). Barbarossa Zeit wurde keineswegs als „Klimakatastrophe“ empfunden, sondern zur „guten alten Zeit“ verklärt, die laut Kyffhäuser-Sage wiederkommen solle. Selbst als in einzelnen Zeitabschnitten natürliches Kohlendioxid die Luft anreicherte, muss dieser Vorgang nicht zwingend Ursache der Erwärmung gewesen sein, sondern war eher deren Folge. Denn bei Erwärmung setzen Meer, Erdmaterial und Gestein halt Gase frei. Ohnehin ist nicht schlüssig, warum man selektiv Gase und hier eben CO2 als klimabestimmend bezeichnet, ein Dutzend weiterer Einflussfaktoren wie eben Sonne und Himmelsmechanik und deren komplizierte Wechselwirkungen aber ignoriert. Es fällt auf, dass die politiknahen „Klimaexperten“ einschlägige Fragestellungen kaum zum Austausch belastbarer wissenschaftlicher Nachweise für die Notwendigkeit einer klimarettungsbedingter „Energiewende“ nutzen. Stattdessen lassen sie – wie einst Wanderprediger – mit gewaltigem Propagandaaufwand ihr Dogma von der Bedrohung der Welt durch etwas einhämmern, das niemand sieht, und auch gleich eine Schuld für behauptete Folgen zuweisen. Gefolgt durch die Forderung nach Ablass, hier „Klimasteuer“ und „Bepreisung“ von Energieträgern, die noch nicht so administrativ verteuert sind wie Strom. Wenn so erzwungen alle Heizungen und Autos elektrisch betrieben werden, klingeln die öffentlichen Kassen. So verpackt man schön Fiskalpolitik. Das Weitere enthüllte PIK-Mitarbeiter Prof. Edenhofer so: „Wir verteilen durch Klimapolitik de facto das Weltvermögen um.“ Aha.

Hans G. Lindenmeyer, Schnaitheim